Posts mit dem Label Zeughauskino werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zeughauskino werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

1. Oktober 2013

Cinema of Outsiders (1.-19.10. im Zeughauskino)

Endlich wird die Reihe Wirklichkeit. Trotz fehlender Förderung haben Hannes Brühwiler und das Zeughauskino die Reihe zum US Independentkino der 1980er Jahre gestemmt. Heute Abend wird die Reihe mit Bette Gordons Variety eröffnet. Danach möchte man eigentlich direkt zwei Wochen lang ins Kino ziehen, um Parting Glances, Bless Their Little Hearts und all die anderen Filme zu sehen, die man viel zu lange schon nicht mehr im Kino gesehen hat.
Eine kleine Reihe für die man Kino und Kurator einfach nur dankbar sein kann.
Programm.

9. August 2013

Kinematografie Heute: Philippinen

Schon wieder vergessen, rechtzeitig darauf hinzuweisen: Bereits seit Mittwoch läuft die Reihe "Kinematografie Heute: Philippinen" im Zeughauskino. Empfehlen möchte ich, als Kurator, schlichtweg alle Filme. Am Samstag, dem 11.8., stellen zwei Überbau-Autoren außerdem ein Buch vor...

19. April 2013

Der Aufstand im Warschauer Ghetto (Die Welt in Waffen II)

Heute Abend startet der zweite Teil von unserer Reihe Die Welt in Waffen, der sich dem Aufstand im Warschauer Ghetto widmet. Gemeinsam mit dem Zeughauskino und FilmPolska zeigen wir bis Mittwoch 13 Filme, die sich dem Aufstand aus verschiedenen Perspektiven nähern. Einer der Höhepunkte dürfte der selten gezeigte Kompilationsfilm Mir lebn geblibene sein. Produziert von der polnisch-zionistischen Kinokooperative Kinor, blickt er nach vorne und unterstreicht, dass es auch nach dem Krieg ein jüdisches Leben in Polen gab.

Freitag, 19.4.2013, 19h
Dzień w Warszawie
A Day in Warsaw
PL 1938, R: Paul Goskind, Text: Asher Lerner, K: V. Kaszimierczak, 10′ 35 mm, jiddisch-englische Fassung
Der finfter Jorezeit fun Oipsted in Warschawer Getto
Piata Rocznica w Getice Warsawskim
Der fünfte Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto
PL 1948, R: Saul Goskind, Nathan Gross, 30′ 35 mm, jiddische Fassung
Requiem dla 500 tysięcy
Requiem für 500.000
PL 1963, R: Jerzy Bossak, Wacław Kaźmierczak, 28′ 35 mm, OF englisch eingesprochen
Pod Jednym Niebem
Unter demselben Himmel
PL 1955, R: Kurt Weber, B: Bronisław Wiernik, Kommentar: Tadeusz Różewicz, 19′ 35 mm, OmeU
Mit freundlicher Unterstützung des Steven Spielberg Jewish Film Archive
Grußwort: Tomasz Dąbrowski (Direktor des Polnischen Instituts Berlin)
Einführung: Fabian Tietke




Freitag, 19.4.2013, 21h
Ulica Graniczna
Grenzstraße
PL 1948, R: Aleksander Ford, K: Jaroslav Tuzar, D: Mieczysława Ćwiklińska, Jerzy Leszczyński, Władysław Walter, 126‘ 35 mm, OmeU



Samstag, 20.4.2013, 19h
Im Warschauer Ghetto
D 1942, 9′ 16 mm
Shtikat Haarchion
Geheimsache Ghettofilm
D/IL 2010, R/B: Yael Hersonski, K: Itai Ne’eman, S: Joel Alexis, 89′ DigiBeta, OmeU



Samstag, 20.4.2013, 21h
Wielki tydzień
Die Karwoche
PL/D/F 1995, R/B: Andrzej Wajda nach der gleichnamigen Erzählung von Jerzy Andrzejewski, D: Beata Fudalej, Wojciech Malajkat, Wojciech Pszoniak, Magdalena Warzecha, Cezary Pazura, 93‘ 35 mm, OmeU



Sonntag, 21.4.2013, 19h
Kronika powstania w Getcie Warszawskim wg Marka Edelmana
Chronik des Aufstandes im Warschauer Ghetto
Chronicle of the Warsaw Ghetto Uprising According to Marek Edelman
PL 1993, R/B/K: Jolanta Dylewska, S: Wanda Seeman, 74′ Beta SP, OmeU



Sonntag, 21.4.2013, 20:30h
Pamiętam
I remember
USA, PL 2001, R: Andrzej Wajda, K: Jacek Knopp, Andrzej Adamczak, 58′ DigiBeta, OmeU



Montag, 22.4.2013, 20h
Mir lebn geblibene
We Are Still Alive
PL 1947, R: Natan Gross, P: Kinor-Film-Kooperative, 70′ DVD
Einführung: Stewart Tryster



Dienstag, 23.4.2013, 20h
Sie sind frei, Dr. Korczak [alternativer Titel: Der Märtyrer]
BRD/IL 1975, R: Aleksander Ford, K: Jerzy Lipman, D: Leo Genn, Orna Porat, Efrat Levi, 99′ 35 mm, DF



Mittwoch, 22.4.2013, 19:30h
The Pianist
Der Pianist
GB/PL/D/F 2002, R: Roman Polański, B: Ronald Harwood nach der Autobiographie von Władysław Szpilman, K: Paweł Edelman, D: Adrien Brody, Thomas Kretschmann, Emilia Fox, 148′ 35 mm, OF 

8. November 2012

Zeughauskino: Unter Vorbehalt

Am Freitag und Samstag (9./10.11.) verdichtet das Zeughauskino sein Projekt "Unter Vorbehalt", das sich zum Ziel gesetzt hat, alle Vorbehaltsfilme zu zeigen in zwei Vorträgen und einer Podiumsdiskussion zum immer wieder kritisierten Konzept des Vorbehaltsfilms. (Zum Konzept des Vorbehaltsfilms und der Kritik vgl. Hans Schmid auf Telepolis: Ich klage an!).

Das Programm:
„Für Sauberkeit in unserem Haus sorgen wir selbst“. Zur Geschichte der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) und ihres Umgangs mit NS-Filmen
Vortrag von Christiane von Wahlert (Geschäftsführerin FSK) 9.11.2012 um 18.30 Uhr

Das Wunschkonzert, D 1940, R: Eduard von Borsody
Einführung: Stefanie Mathilde Frank
9.11.2012 um 20.00 Uhr

Geschichte und Struktur der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Vortrag von Ernst Szebedits (Vorstand Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung)
10.11.2012 um 17.00 Uhr

Heimkehr , D 1941, R: Gustav Ucicky,
Einführung: Philipp Stiasny
am 10.11.2012 um 18.30 Uhr
(Zu Heimkehr gibt es einen recht lesenswerten Post von Hans Schmid auf Telepolis (Teil 1, Teil 2.)

Nur unter Vorbehalt!
Podiumsdiskussion über den Umgang mit dem Erbe der nationalsozialistischen Propagandafilme
Ernst Szebedits (Vorstand Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung), Rainer Rother (Künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen) und Christiane von Wahlert (Geschäftsführerin der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft).
10.11.2012 um 20.30 Uhr

Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei, die Filme kosten die üblichen 5,- EUR.
Mehr zu den Vorträgen und Filmen auf den Seiten des Zeughauskinos.

30. August 2012

September: Resnais und Graf

Übermorgen endet die informelle Sommerpause in den deutschen Kinos, es starten Retrospektiven der Werke Alain Resnais (komplett), respektive Dominik Grafs (fast alle Kinofilme und ausgewählte Fernseharbeiten). Gleich am 1. September steht man vor einem Problem, weil zwei Pflichtfilme parallel laufen: Resnais neuester Vous n'avez encore rien vu und Grafs ausgesprochen schönes Frühwerk Treffer, zu dem Überbau-Autor Thomas Groh einen einleitenden Vortrag hält (danach gleich noch Der Skorpion). Ein wenig ärgerlich ist die Überschneidung schon, erst recht, weil beide Filme (wie überhaupt alles in der Graf-Reihe, Die Sieger zB werde ich verpassen, das ärgert mich maßlos) nicht wiederholt werden. Aber klar: Luxusprobleme.
Nachtrag: Bei einer Reihe von Filmen in der Graf-Retro ist kein Format angegeben. Ich hoffe sehr, dass das nicht durchgängig Digibeta bedeutet...

8. Juni 2012

Wenn Schneider_innen Filme machen: Kostüme Kostüme Kostüme im Zeughauskino

Ab morgen Abend zeigt das Zeughauskino eine recht umfangreiche Filmreihe zum Kostümfilm. Das ganze wirkt wie - und ist es wohl auch - eine Sommerkinoreihe in einem Programmkino. Schwelgen in Filmgeschichte. Ein bisschen arbiträr aber irgendwie trotzdem in Einzelfällen ganz spannend. Im Ankündigungstext liest sich das so:
"Dem historischen Kostümfilm ist eine faszinierende Ambivalenz eigen. Einerseits setzen zahllose Historienfilme auf den historisch verbürgten Mantel oder das zeit- und milieutypische Kleid, wenn der Anspruch erhoben werden soll, eine vergangene Epoche adäquat darzustellen. Der Ehrgeiz nicht weniger Kostümdesigner zielt auf die Detailgenauigkeit der verwendeten Stoffe und Muster, die Werbekampagnen ungezählter Kostümfilme heben auf die Authentizität von Kleidung und Dekor ab. Doch der historische Kostümfilm besitzt auch eine Kehrseite, die nicht auf historische Recherche und gestalterische Akribie verweist, sondern von aktuellen Modeströmungen, den Erfordernissen des Filmschauspiels und der Freiheit des künstlerischen Ausdrucks erzählt. Kostümfilme sind nicht gefeit gegen die Bedürfnisse der Gegenwart und die Notwendigkeiten der Filmproduktion. Warum auch: Für den artistischen Kampf des Abenteurers ist der Umhang, der getreu einer historischen Vorlage geschneidert wurde, ungeeignet. Und für das zeitgenössische Publikum ist das period drama eben auch insofern interessant, als es die eigenen zeitgenössischen Vorstellungen von Mode, Schönheit und Geschmack stimulieren kann. Die Retrospektive KOSTÜMFILME lädt ein, diese beiden Seiten des Historienfilms im Allgemeinen und des Kostümfilms im Besonderen wahrzunehmen und zu erleben. Begleitend zu den Ausstellungen FASHIONING FASHION und FOKUS FASHION, die noch bis zum 29. Juli im Deutschen Historischen Museum besucht werden können, präsentiert sie einen filmhistorischen Längsschnitt durch die Geschichte des US-amerikanischen und westeuropäischen Kostümfilms."
Auf dem Programm steht als Eröffnungsfilm Alexander Kordas "The Private Life of Henry VIII." (9.6., 19h) gleich gefolgt von Jacques Feyders von seinen zeitgenössischen Landsleuten als "faschistisch" geschmähten "La kermesse heroique" (der Film ist eine kleine Rarität, läuft er doch in der deutschen Synchronfassung bei der Arthur Maria Rabenalt Regie führte) (9.6., 21h). Außerdem not to be missed: Lubitschs "Madame Dubarry" (10.6., 18.30h), Josef von Sternbergs "The Scarlet Empress" (12.6., 20h), Josef von Bakys "Münchhausen" (24.6., 18.30h /27.6., 20h), George Cukors "My Fair Lady" (14.7., 19:30h, tolle Kopie!) und Ende Juli Christopher Nolans beim Filmstart ein wenig untergegangener "Prestige" (26.7., 20h / 28.7., 18.30h).

5. Mai 2012

Kurzhinweise: Griechenland, Südkorea, Serbien

Drei sehr interessante Filmreihen zum gegenwärtigen Weltkino haben die letzten Tage in Berlin begonnen:

Korean Cinema Today im Haus der Kulturen der Welt

13. April 2012

Grzegorz Królikiewicz im Zeughauskino

Eine Entdeckung kann man möglicherweise ab heute abend im Zeughauskino machen: Dort startet eine Retrospektive der Filme eines mir bislang noch völlig unbekannten Regisseurs. Die Ankündigungstexte wecken Neugier. Ein auf Youtube verfügbarer Kurzfilm erst recht:

30. März 2012

Papas Kino?

Ein weiterer Film von Will Tremper, Flucht nach Berlin, eröffnet am Sonntag die Reihe Papas Kino?, in der das Zeughauskino sich das westdeutsche Filmschaffen der späten Fünfziger und frühen Sechziger Jahre, gegen das die Oberhausener agitierten, noch einmal näher anschaut. Ein Highlight sicher am 3.4.: Georg Tresslers Das Totenschiff.

1. Februar 2012

Fritz Lang im Zeughauskino



Heute vor 20 Jahren nahm im Kino im Zeughaus das heutige Zeughauskino seine Arbeit auf. Zum Geburtstag hat es sich und dem Berliner Publikum eine Fritz Lang-Reihe geschenkt. Da ich selbst in die Kopienbestellung involviert war, muss ich sagen: es ist wirklich eine Schande, wie mit dem Erbe selbst eines der wirklich großen Namen der Filmgeschichte umgegangen wird, und wie schwierig es ist, gute Kopien zu bekommen. Um so mehr sei die Reihe denn im Ergebnis dem Besuch empfohlen.
Die Retro ist nicht vollständig, aber doch recht umfangreich: von Langs Weimarer Stummfilmen (besonders sei auf die Abende hingewiesen, die von dem in Berlin viel zu selten zu hörenden Günter A. Buchwald begleitet werden) über die antifaschistischen Filme der 1940er, die Genrefilme der späteren 1940er Jahre bis zum Spätwerk ist alles vertreten. Mehr zur Reihe auf den Seiten des Zeughauskino.

Und noch zwei Hinweise: anläßlich des Geburtstags sitzen wir gerade am Scannen aller Programmhefte seit 1992, die nach und nach texterkannt auf der Website unter Programmarchiv verfügbar gemacht werden (zumindest bis zum Relaunch der Website Ende des Jahres, dann sind die hoffentlich besser zu finden). Zudem wird es in Kürze einen Text von mir geben, der die Geschichte des Kinos auch vor 1992 beleuchtet, vielleicht finden das außer mir ja noch andere spannend.

23. September 2011

Der Kommissar samt Foerster im Zeughaus!

Heute Abend zeigt das Zeughauskino um 21.00 Uhr kostenfrei die Episode Der Papierblumenmörder aus der beliebten Abendunterhaltungsserie Der Kommissar. Die Episode zählt zum legendären Serien-Binnen-Corpus der von Zbynek Brynych inszenierten Kommissar-Folgen, denen nach Jahren enthusiastischer Lobbyarbeit zwischen Köln und München nun endlich auch offizielle filmhistorische Meriten verliehen werden. Vor dem Screening (wie man sich wohl schon denken kann: von DVD) wird der geschätzte Über-Bauarbeiter Lukas Foerster einen einführenden Vortrag halten. Und am Ende führt Kommissar Erik Ode ein Tänzchen auf.

Den rahmenden Anlass für dieses Screening bietet eine Filmreihe zum Schaffen von Herbert Reinecker, der sich mit seiner Biografie zwischen (wie wohl ohne weiteres mutmaßbar ist: ideologisch grundüberzeugten) NS-Propaganda-Schreiberling und späterem Drehbuchautor fast schon als bundesrepublikanisches Parade-Exempel empfiehlt. Dies soll einen freilich nicht beirren: Brynych macht aus dem Papierblumenmörder einen der spielerischsten, schönsten, sehenswertesten Beiträge zur bundesrepublikanischen TV-Geschichte.

Ganz wichtig im übrigen: Brynychs wunderbarer Kinofilm Engel, die ihre Flügel verbrennen sowie ein weiterer, mir bislang unbekannter Brynych-Film, Das Weibchen, laufen ebenfalls in den kommenden Tagen. Zu weiteren Informationen konsultiere man den Spielplan des Lichtspielhauses.


30. August 2011

September. September!

Liebe Leute,
das mit der Freizeit im September, das könnt ihr jetzt schon knicken.

Fangen wir vorne an, ich komme zu den Programmen im Einzelnen noch: das Ballhaus Naunynstraße zeigt im Kontext von Festivals Almancı! – 50 Jahre Scheinehe (Ausstellung mit Veranstaltungsreihe) zu 50 Jahre deutsch-türkischem Anwerbeabkommen unter dem Titel Gegen die Leinwände auch Filme.

Zeitgleich zeigt das Arsenal vom 1.-4. September in Kooperation mit dem Zentrum Moderner Orient unter dem Titel Umbruch und Vielfalt marokkanisches Kino (Flyer, pdf).

Am 3. September abends feiert die Al-Film-Crew eine Warm-Up Party für das diesjährige Festival (ab 23 im Al Hamra, Raumerstr. 16, 10437 Berlin).

Wer auf KrachBummBäng steht: am 2.9. gibts das in historischer Variante im Zeughauskino. Anläßlich des 70. Geburtstages des Filmkomponisten und -pianisten Peter Gotthardt läuft neben Hitlerkantate auch Harry Piels Rivalen (D 1923). Bei der Gelegenheit auch gleich noch ein bisschen Eigenwerbung: am selben Ort werden Lukas und ich im Rahmen der Herbert Reinecker-Reihe je eine Einführung halten (Ich 16.9., Lukas 23.9.).

Das Ende des Monats böte sich für einen Ausflug nach Zehlendorf an: das Bali zeigt in der Woche vom 29.9.-5.10. Kino aus dem Nahen Osten (Algerien, Ägypten, Tunesien, Iran). Etwas zusammengewürfelt, aber das ergibt sich halt aus der Verleihsituation. Ich jedenfalls liebe das Bali.

6. Juli 2011

Safi Fayes Fad'jal im Zeughauskino

Sehr selten im Kino zu sehen sind die Filme der senegalesischen Regisseurin und Ethnologin Safi Faye. Ihr halbdokumentarischer Film Kaddu Beykat war Teil unserer Filmreihe "Revolutionen aus dem Off" und einer meiner eigenen Liebligsfilme im Programm (siehe hier). Morgen bietet sich endlich die Möglichkeit, ein weiteres Faye-Werk zu sehen: Das Zeughauskino zeigt in seiner fortlaudfenden Dokumentarfilmreihe "Kunst des Dokuments" Fad'jal aka Neuankömmling, arbeite. Es scheint um die Überlieferung von oral histories zu gehen.

24. Juni 2011

Filmschau Werner Herzog im Zeughauskino

Ein Höhepunkt des Kinosommers: Heute Abend beginnt eine umfangreiche Filmschau zum Werk Werner Herzogs im Zeughauskino. Den Anfang machen sein erster Spielfilm Lebenszeichen und Aguirre, der Zorn Gottes. Es folgen die zentralen Werke der Siebziger und zahlreiche jüngere Arbeiten. Auch My Son, My Son, What Have Ye Done, der jüngste Spielfilm des Regisseurs, der bislang noch keinen Starttermin für eine Kinoauswertung erhalten hat, ist im Programm vertreten. Einige der neueren Arbeiten werden in digitalen Versionen gezeigt. Wirklich ärgerlich ist in dieser Hinsicht allerdings nur eine DVD-Projektion von - ausgerechnet - dem mir vielleicht liebsten Herzog-Film Grizzly Man.

2. Juni 2011

Dem Abgrund entgegen von Zbyněk Brynych im Zeughauskino

In der bereits von Fabian empfohlenen Reihe "The Celluloid Curtain" läuft heute abend ein tschechoslowakischer Film namens Dem Abgrund entgegen / Smyk aus dem Jahr 1960 (auch den hat Fabian empfohlen, man verzeihe die Dopplung). Regie führt Zbyněk Brynych, der ab den späten Sechziger Jahren auch in Deutschland, vorwiegend fürs Fernsehen, tätig war. Brynych wird von vielen, die sich in der deutschen Filmgeschichte besser auskennen als ich (unter anderem von Dominik Graf) sehr geschätzt. Seine Filme, erst recht die in der CSSR entstandenen, sind sehr selten zu sehen. Man sollte sich die Chance nicht entgehen lassen. Dem Abgrund entgegen wird in zwei Wochen noch einmal aufgeführt.

31. Mai 2011

Kalter Krieg im Zeughauskino



Morgen Abend startet im Zeughauskino unter dem Namen Celluloid Curtain eine Reihe mit europäischem Agentenkino aus dem Kalten Krieg. Im Rahmen der Reihe gibt es neben einer kleinen Handvoll Klassikern (Der Spion, der aus der Kälte kam, Die 1000 Augen des Dr. Mabuse) auch seltenes zu entdecken. Der Eröffnungsfilm S-a furat o bomba (Die gestohlene Bombe) etwa war mir bislang nicht einmal dem Namen nach bekannt, lohnt aber in jedem Fall. (läuft am 1.6. 20 Uhr, mit Einführung, Grußworten, Schnickschnack und am 11.6. 21 Uhr, ohne Schnickschnack).

Weitere Empfehlungen sind: Comando de asesinos (Sechs Pistolen jagen Professor Z), Smyk und Spotkanie ze szpiegiem (Begegnung mit einem Spion).

26. April 2011

Land der Vernichtung im Zeughauskino

Unbedingte Empfehlung: Romuald Karmakars selten zu sehender, außerordentlich beeindruckender Dokumentarfilm Land der Vernichtung wird heute abend im Zeughauskino gezeigt. Bereits die erste Einstellung - eine Ausmessung des Umfangs eines Vernichtungslagers zu Fuß - ist ein erinnerungspolitisches Statement. Im Anschluss wird Karmakar für ein Publikumsgespräch zur Verfügung stehen.

31. März 2011

Mit dem Zeughauskino ins All.

Morgen beginnt im Zeughauskino die Reihe Weltraumkino, eine vom Forschungsprojekt "Europäischer Astrofuturismus des 20. Jahrhunderts" kuratierte Reihe.

9. März 2011

Kinematografie heute Japan

Seit gestern läuft im Zeughauskino die Filmreihe "Kinematografie heute Japan", an deren Vorbereitung ich peripher (und Überbau-Kollege orcival weit weniger peripher) beteiligt war. Obwohl mit mehr Geld eine noch einmal deutlich interessantere Filmreihe möglich gewesen wäre, sind doch eine ganze Reihe schöner Filme mit dabei. Meine Empfehlungen:

United Red Army und Caterpillar von Koji Wakamatsu

Dainipponjin - Der große Japaner von Hitoshi Matsumoto

Love Exposure von Sion Sono

Live Tape von Tetsuaki Matsue

Genius Party und Genius Party Beyond von Studio 4°C

Still Walking von Hirokazu Koreeda

Mental von Kazuhiro Soda

Outrage von Takeshi Kitano

Prisoner - Terrorist von Masao Adachi

(die letzten beiden unter Vorbehalt, ich habe sie bislang lediglich nicht untertitelt gesehen)

5. Januar 2011

Cinema Trans-Alpino mit deutsch-italienischem Kintopp.

Die Reihe Cinema Trans-Alpino, die gestern im Zeughaus Kino begann, widmet sich den deutsch-italienischen Beziehungen im Lauf der Filmgeschichte. Neben allerlei Schlagern und Evergreens aus dem Bereich des Autorenkinos gibt es dabei auch zwei Beispiele aus dem Kintopp zu sehen, die eine besondere Empfehlung verdienen.

Am 07.01. (Wiederholung tags darauf) läuft mit Zinksärge für die Goldjungen eine mafiöse Romeo & Julia-Variante im Hamburger Milieu um 1973. Mittendrin: Henry Silva, der Mann mit dem Gesicht aus Stahl. Christian Keßler schrub vor einigen Jahren in der "Splatting Image" sehr begeistert: "Ein echter Lattenkracher für Exploitationfans!" und "Wenn es jemals ein deutsches Gegenstück zu italienischen Polizeifilmen gegeben hat, so ist das ZINKSÄRGE". Nachlesen kann man das hier.


ZINKSAERGE FUER DIE GOLDJUNGEN - MyVideo

Am 21.01. zeigt das Zeughaus schließlich mit Mario Bavas Blutige Seide einen fürwahr stil- und genreprägenden Film aus italo-deutschen Filmproduktionsschmieden der 60er Jahre. Die Geschichte um einen Killer, der in einem luxuriösen Modeatelier Mannequins ermordet, um an ein geheimnisvolles Tagebuch zu kommen, zog eine ganze Welle hochstilisierter italienischer Slasherfilme nach sich (die Filme Dario Argentos zählen dabei sicher zu den bekanntesten), die unter dem Begriff "Giallo" firmieren. Eine sehr schöne Hommage an dieses sehr spezifisch italienische Subgenre findet sich etwa in Brian De Palmas Dressed to Kill, der den Giallo wieder mit dessen ursprünglicher Inspiration - Hitchcocks Psycho - engführt. Bavas Giallo-Prototyp gehört nach wie vor zu den schönsten Vertretern seiner Art und wird unbedingt empfohlen! Eckhard Schmidt schrub seinerzeit in der Süddeutschen: "Knarrende Türen, vermummte Mörder, schwarze, mit blauen, roten und gelben Scheinwerfern nur spärlich ausgeleuchtete Szenerien, wahnwitzige Kämpfe gejagter Mädchen mit ihren Mördern, Blut an Kleidern, Gesichtern und Händen, losgerissene Dachrinnen, glühende Öfen, Perlen, rote Telephone, mysteriöse Schatten, Revolver, Luxuswagen – das alles gerät Bava zu einer beeindruckenden (… ) Vision vom Leben mit, in und von der Angst."