Posts mit dem Label romuald karmakar werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label romuald karmakar werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

26. April 2011

Land der Vernichtung im Zeughauskino

Unbedingte Empfehlung: Romuald Karmakars selten zu sehender, außerordentlich beeindruckender Dokumentarfilm Land der Vernichtung wird heute abend im Zeughauskino gezeigt. Bereits die erste Einstellung - eine Ausmessung des Umfangs eines Vernichtungslagers zu Fuß - ist ein erinnerungspolitisches Statement. Im Anschluss wird Karmakar für ein Publikumsgespräch zur Verfügung stehen.

28. Februar 2011

Hellman Rider

Ab Morgen im Arsenal: zwar keine komplette Retrospektive, aber doch immerhin die vier bekanntesten Filme Monte Hellmans (Ride the Whirlwind, The Shooting, Two-Lane Blacktop, The Cockfighter), dazu das Frühwerk Flight to Fury (mit Jack Nicholson) und Romuald Karmakars Fan-Dokumentarfilm Hellman Rider. Der schöne neue Film Road to Nowhere ist leider nicht im Programm, vielleicht, weil da ein regulärer Verleihstart bevorsteht? Schön wäre es ja, so richtig glaube ich freilich nicht dran...

24. März 2009

Neue DVDs

Takashi Miike ist weiter schwer beschäftigt. Nun erscheint wieder einmal ein neuer Film in Deutschland. Der juvenile-delinquency-Streifen Crows Zero gehört, soviel ich weiss, zu den finanziell erfolgreicheren Filmen des Japaners in letzter Zeit und was die Variety hier dazu zu sagen hat, hört sich eigentlich recht gut an. Auch hier bei der Gelegenheit noch einmal der Verweis auf Miikes wirklich ganz vorzüglichen Like a Dragon, der wie Crows Zero aus 2007 stammt und bereits seit längerem auf DVD erhältlich ist.
Da sonst wenig los ist (immerhin erscheint wieder Mal ein neuer Hongkongfilm, von dem aber wohl nicht allzu viel zu erwarten ist) möchte ich doch noch auf zwei Veröffentlichungen der letzten Woche hinweisen: Zum einen ist Karmakars Hamburger Lektionen bei absolut Medien erschienen, zum anderen die 7-DVD-Edition Edgar Reitz - Frühwerk beim zur Zeit überaus aktiven Arthaus-Label.

14. Februar 2009

Romuald Karmakar: Hunde aus Samt und Stahl.

Arte zeigt einen frühen Film von Romuald Karmakar (der gerade zum aktuellen Kompilationsfilm Deutschland 09 eine der besten Arbeiten beigesteuert hat): Hunde aus Samt und Stahl. Aus dem Programminfo des Senders:

Im Jahr 1989, während die deutschen Zeitungen und Zeitschriften voll sind mit Artikeln über Angriffe von Kampfhunden und ein Verbot der Tiere heiß diskutiert wird, lässt Romuald Karmakar sich auf dem Hamburger Kiez auf Gespräche über Mut und Eleganz der vierbeinigen Kampfmaschinen ein. Dabei entdeckt er an den Kampfhundbesitzern Züge, die sie nur graduell vom liebenden Normalhundebesitzer unterscheiden.

"Eine urdeutsche Hundeliebe glättet die misstrauischen Gesichtszüge der Kiez-Kenner, wenn sie von ihren Pitbulls schwärmen. Ein Hund wie ein Freund, ein Hund wie ein Vaterland, ein Hund wie die Familie. Die Treueschwüre, die Lobeshymnen, die Liebeserklärungen an den todbringenden Wächter, sie entspringen einer Sentimentalisierung der Gewalt, die alles andere als unbürgerlich - und alles andere als undeutsch ist. Typen, denen man nicht im hellsten Sonnenschein begegnen möchte, kuscheln sich mit sabbernden Viechern auf Plüschsofas und beteuern Verständnis für einen Pitbull, der sonntagmorgens ins Ehebett drängt: "Wie ein Kind", sagen sie, "es sind Menschen". Fragt Karmakar nicht nach, so hat er gute Gründe. Dann muss der Zuschauer eben nachhören." (Aus: "Blicke, die nicht richten. Die Filme von Romuald Karmakar").


Termine:
17.02.2009, 00:40
03.03.2009, 05:00