Liebe Leute,
das mit der Freizeit im September, das könnt ihr jetzt schon knicken.
Fangen wir vorne an, ich komme zu den Programmen im Einzelnen noch: das Ballhaus Naunynstraße zeigt im Kontext von Festivals Almancı! – 50 Jahre Scheinehe (Ausstellung mit Veranstaltungsreihe) zu 50 Jahre deutsch-türkischem Anwerbeabkommen unter dem Titel Gegen die Leinwände auch Filme.
Zeitgleich zeigt das Arsenal vom 1.-4. September in Kooperation mit dem Zentrum Moderner Orient unter dem Titel Umbruch und Vielfalt marokkanisches Kino (Flyer, pdf).
Am 3. September abends feiert die Al-Film-Crew eine Warm-Up Party für das diesjährige Festival (ab 23 im Al Hamra, Raumerstr. 16, 10437 Berlin).
Wer auf KrachBummBäng steht: am 2.9. gibts das in historischer Variante im Zeughauskino. Anläßlich des 70. Geburtstages des Filmkomponisten und -pianisten Peter Gotthardt läuft neben Hitlerkantate auch Harry Piels Rivalen (D 1923). Bei der Gelegenheit auch gleich noch ein bisschen Eigenwerbung: am selben Ort werden Lukas und ich im Rahmen der Herbert Reinecker-Reihe je eine Einführung halten (Ich 16.9., Lukas 23.9.).
Das Ende des Monats böte sich für einen Ausflug nach Zehlendorf an: das Bali zeigt in der Woche vom 29.9.-5.10. Kino aus dem Nahen Osten (Algerien, Ägypten, Tunesien, Iran). Etwas zusammengewürfelt, aber das ergibt sich halt aus der Verleihsituation. Ich jedenfalls liebe das Bali.
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30. August 2011
September. September!
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26. Januar 2010
Noch ein paar Filme im Zeughauskino
Dass heute im Zeughauskino Sohrab Shahid Saless' großartiger Film Dar Ghorbat / In der Fremde läuft, daran habe ich mich erst jetzt erinnert, insofern kommt der Hinweis zu spät. Ein Film, für den ein DVD-Label zu gründen sich lohnen würde. Denn ich glaube nicht, dass eines der existierenden sich seiner annehmen wird. Aber vielleicht werde ich irgendwann positiv überrascht.
Morgen, da bin ich dann doch noch rechtzeitig, läuft Thomas Arslans vielleicht immer noch bester Film Geschwister - Kardeşler, der ebenfalls noch nicht auf DVD erschienen ist. In diesem Fall stehen die Chancen dafür, dass sich das irgendwann ändert, nicht ganz so schlecht, glaube ich. Kann man andererseits bei diesem Wetter überhaupt auch nur irgendeinen Kinobesuch empfehlen? Vielleicht sind die Temperaturen am Freitag menschlicher, da läuft Aysun Bademsoys sehr interessanter Am Rand der Städte, ein Dokumentarfilm über gated-community-artige Siedlungen, die Deutschlandtürken oft beziehen, wenn sie in die Türkei ziehen. Ein drittes Schlüsselwerk des deutsch-türkischen Kinos, ein drittes Mal auch dieses nicht auf DVD verfügbar. Auf Youtube habe ich dafür einen älteren Bademsoy-Film gefunden: Die Fernseharbeit Deutsche Polizisten - Viele Kulturen, eine Truppe. Hier der erste Teil:
(EDIT: Ich habe den Film inzwischen gesehen; sehr zu empfehlen. Man beachte auch den Kontrast zwischen dem grässliche televisuellen "Auf Streife"-Jingle des Senders und der im besten Sinne nüchternen Ästhetik des eigentlichen Films. Unter "ähnliche Videos" scheint sich, nebenbei bemerkt, auf Youtube da ziemlich unangenehmes Zeug rumzutreiben...)
Morgen, da bin ich dann doch noch rechtzeitig, läuft Thomas Arslans vielleicht immer noch bester Film Geschwister - Kardeşler, der ebenfalls noch nicht auf DVD erschienen ist. In diesem Fall stehen die Chancen dafür, dass sich das irgendwann ändert, nicht ganz so schlecht, glaube ich. Kann man andererseits bei diesem Wetter überhaupt auch nur irgendeinen Kinobesuch empfehlen? Vielleicht sind die Temperaturen am Freitag menschlicher, da läuft Aysun Bademsoys sehr interessanter Am Rand der Städte, ein Dokumentarfilm über gated-community-artige Siedlungen, die Deutschlandtürken oft beziehen, wenn sie in die Türkei ziehen. Ein drittes Schlüsselwerk des deutsch-türkischen Kinos, ein drittes Mal auch dieses nicht auf DVD verfügbar. Auf Youtube habe ich dafür einen älteren Bademsoy-Film gefunden: Die Fernseharbeit Deutsche Polizisten - Viele Kulturen, eine Truppe. Hier der erste Teil:
(EDIT: Ich habe den Film inzwischen gesehen; sehr zu empfehlen. Man beachte auch den Kontrast zwischen dem grässliche televisuellen "Auf Streife"-Jingle des Senders und der im besten Sinne nüchternen Ästhetik des eigentlichen Films. Unter "ähnliche Videos" scheint sich, nebenbei bemerkt, auf Youtube da ziemlich unangenehmes Zeug rumzutreiben...)
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8. Januar 2010
Fremdbilder - Migrantische Selbstbilder im Zeughauskino
Wenngleich begleitend zu der vom Präsidenten der DHM-Trägerstiftung im Verbund mit dem Staatsminister für Kultur inhaltlich weichgespülten und anschliessend medial vergeigten Ausstellung über die Geschichte der Migration in Deutschland und Frankreich im Deutschen Historischen Museum (DHM) läuft derzeit im Zeughauskino eine Filmreihe unter dem Titel MIGRANTISCHE SELBSTBILDER, die wenn mensch sich für dergleichen interessiert, eine Seltenheit nach der anderen präsentiert.
Da ich leider erst jetzt zu dem Hinweis komme, kann ich ja nur noch auf die folgenden Highlights hinweisen, möchte mir aber den Hinweis nicht verkneifen: wenn jemand von Euch mal die Gelegenheit hat Sema Poyraz' und Sofoklis Adamidis' Gölge zu sehen - hingehen.
Was kommt noch: gleich heute abend (Fr, 8.1.) läuft Tevfik Başers Klassiker 40 qm Deutschland.
Nächsten Dienstag (12.1.) läuft Voyage au Congo F 1927, Marc Allégret, André Gide, 101’, frz. ZT
am Mittwoch gefolgt von einem Kurzfilmprogramm mit Filmen zur Migrationsgeschichte der DDR, das weitgehend einem Programm entspricht, das mir im Rahmen der Sichtungen zum "Work in Progress"-Projekt, ziemlich positiv aufgefallen war: hier mehr dazu.
Das nächste Wochenende bringt einerseits Sembènes wirklich grandiosen La noire de... / Black Girl, F/SN 1966, 65’, OmeU, andererseits Fatih Akins Langfilmdebut, das im Gegensatz zu dem späteren Kram auch politisch interessant ist und reichlich Verbindungslinien zu den französischen Kollegen bietet: Kurz und schmerzlos (16.1. und 17.1.)
Die drei Höhepunkte der Reihe folgen aus meiner Sicht danach. Am Dienstag, 19.1. läuft Yamina Benguiguis Mémoires d’immigrés. L’héritage maghrébin, F 1998, Yamina Benguigui, 160’ OmeU, der sich an einer filmischen Annäherung an die Frage der Migrationsgeschichte aus den ehemaligen französischen Kolonien versucht. Ein gelungener Film, der seitdem glücklich zum Dokumentarfilm gebliebenen Benguigui, die der dritten Welle von Filmen aus dem Umfeld des "beur filmmaking" (Carrie Tarr) angehört. (Hier ein kleiner Artikel dazu - gar nicht so leicht aus dem Stehgreif was auf Englisch zu finden.)
Mittwoch, 20.1. bringt eines der seltenen frühen Beispiele filmischer Bearbeitung von Schwarzsein in Deutschland: Toxi, BRD 1952, Robert A. Stemmle, 88’.
Und schliesslich am Freitag 29.1. ein Kurzfilmabend zur Geschichte der italienischen Migration.
Da ich leider erst jetzt zu dem Hinweis komme, kann ich ja nur noch auf die folgenden Highlights hinweisen, möchte mir aber den Hinweis nicht verkneifen: wenn jemand von Euch mal die Gelegenheit hat Sema Poyraz' und Sofoklis Adamidis' Gölge zu sehen - hingehen.
Was kommt noch: gleich heute abend (Fr, 8.1.) läuft Tevfik Başers Klassiker 40 qm Deutschland.
Nächsten Dienstag (12.1.) läuft Voyage au Congo F 1927, Marc Allégret, André Gide, 101’, frz. ZT
am Mittwoch gefolgt von einem Kurzfilmprogramm mit Filmen zur Migrationsgeschichte der DDR, das weitgehend einem Programm entspricht, das mir im Rahmen der Sichtungen zum "Work in Progress"-Projekt, ziemlich positiv aufgefallen war: hier mehr dazu.
Das nächste Wochenende bringt einerseits Sembènes wirklich grandiosen La noire de... / Black Girl, F/SN 1966, 65’, OmeU, andererseits Fatih Akins Langfilmdebut, das im Gegensatz zu dem späteren Kram auch politisch interessant ist und reichlich Verbindungslinien zu den französischen Kollegen bietet: Kurz und schmerzlos (16.1. und 17.1.)
Die drei Höhepunkte der Reihe folgen aus meiner Sicht danach. Am Dienstag, 19.1. läuft Yamina Benguiguis Mémoires d’immigrés. L’héritage maghrébin, F 1998, Yamina Benguigui, 160’ OmeU, der sich an einer filmischen Annäherung an die Frage der Migrationsgeschichte aus den ehemaligen französischen Kolonien versucht. Ein gelungener Film, der seitdem glücklich zum Dokumentarfilm gebliebenen Benguigui, die der dritten Welle von Filmen aus dem Umfeld des "beur filmmaking" (Carrie Tarr) angehört. (Hier ein kleiner Artikel dazu - gar nicht so leicht aus dem Stehgreif was auf Englisch zu finden.)
Mittwoch, 20.1. bringt eines der seltenen frühen Beispiele filmischer Bearbeitung von Schwarzsein in Deutschland: Toxi, BRD 1952, Robert A. Stemmle, 88’.
Und schliesslich am Freitag 29.1. ein Kurzfilmabend zur Geschichte der italienischen Migration.
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18. Dezember 2009
Im neuen Jahr: Unknown Pleasures und Migrantische Selbstbilder
Da zwischen den Jahren auch hier möglicherweise nicht so viel los sein wird, sei schon jetzt auf zwei sehr interessante Filmreihen hingewiesen, die in den ersten Januartagen starten:
Zum zweiten Mal zeigt das Babylon Mitte "Unknown Pleasures", eine Reihe zum aktuellen unabhängigen US-Kino. Das meiste ist weit weg vom Mainstream, anderes, wie James Grays Two Lovers (auf den ich mich sehr freue) oder Gregg Mottolas unbedingt empfehlenswerter Adventureland, nicht allzu weit. In Wien hatte ich zwei Filme verpasst, die vielerorts gelobt wurden: Go Get Some Rosemary und Guy and Madeleine on a Park Bench. Dringend abraten möchte ich nur von einem Film: Antonio Campos' Afterschool fühlt sich an wie eine äußerst unangenehme Mischung aus Gus van Sant und Michael Haneke.
Das Zeughauskino zeigt im selben Zeitraum begleitend zur umstritten Ausstellung "Fremde? Bilder von den 'Anderen' in Deutschland und Frankreich seit 1871" eine Filmriehe unter dem Titel "Migrantische Selbstbilder", eine Reihe, die vermutlich um einiges verdienstvoller ist als die zugehörige Ausstellung. Der Schwerpunkt liegt auf dem türkisch-deutschen Kino, das in den Siebziger Jahren seine ersten Gehversuche (unter anderem Sohrab Shahid Saless' großartiger In der Fremde), zusätzlich laufen jedoch auch deutsche und französische Filme aus früheren Jahrzehnten.
Zum zweiten Mal zeigt das Babylon Mitte "Unknown Pleasures", eine Reihe zum aktuellen unabhängigen US-Kino. Das meiste ist weit weg vom Mainstream, anderes, wie James Grays Two Lovers (auf den ich mich sehr freue) oder Gregg Mottolas unbedingt empfehlenswerter Adventureland, nicht allzu weit. In Wien hatte ich zwei Filme verpasst, die vielerorts gelobt wurden: Go Get Some Rosemary und Guy and Madeleine on a Park Bench. Dringend abraten möchte ich nur von einem Film: Antonio Campos' Afterschool fühlt sich an wie eine äußerst unangenehme Mischung aus Gus van Sant und Michael Haneke.
Das Zeughauskino zeigt im selben Zeitraum begleitend zur umstritten Ausstellung "Fremde? Bilder von den 'Anderen' in Deutschland und Frankreich seit 1871" eine Filmriehe unter dem Titel "Migrantische Selbstbilder", eine Reihe, die vermutlich um einiges verdienstvoller ist als die zugehörige Ausstellung. Der Schwerpunkt liegt auf dem türkisch-deutschen Kino, das in den Siebziger Jahren seine ersten Gehversuche (unter anderem Sohrab Shahid Saless' großartiger In der Fremde), zusätzlich laufen jedoch auch deutsche und französische Filme aus früheren Jahrzehnten.
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18. Mai 2009
Sondertermin Revolutionen aus dem Off
Wegen eines Bombenfundes musste am 24.4. eine Verantaltung der Filmreihe Revolutionen aus dem Off, über die hier bereits mehrfach zu lesen war, ausfallen. Heute um 20:00 Uhr wird sie im Zeughauskino nachgeholt. Gezeigt werden zwei Filme, die von afriknaischen Regiseuren im französischen Exil gedreht wurden:
Afrique-sur-Seine
F 1955, R: Paulin Soumanou Vieyra, 21’ DVD, OmeU
Concerto pour un Exil
CI/F 1968, R: Désiré Écaré, 42’ OF
Von besonderem historischen Interesse ist Afrique-sur-seine, der als erste Regiearbeit eines Afrikaners überhaupt gilt.
Afrique-sur-Seine
F 1955, R: Paulin Soumanou Vieyra, 21’ DVD, OmeU
Concerto pour un Exil
CI/F 1968, R: Désiré Écaré, 42’ OF
Von besonderem historischen Interesse ist Afrique-sur-seine, der als erste Regiearbeit eines Afrikaners überhaupt gilt.
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