Posts mit dem Label Japan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Japan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

1. August 2013

Seijun Suzuki im Arsenal

Die Sommerpause ist, wenn es sie denn gab, ab Morgen schon wieder vorbei: Da beginnt eine Reihe mit 13 Filmen von Seijun Suzuki im Arsenal. Leider nur ein kleiner Teil einer viel, viel größeren Retrospektive, die früher im Jahr in Köln zu sehen war und leider auch eher kanonisch ausgewählt. Trotzdem natürlich: jeder Film ein Fest...

15. April 2013

3. Nachtschicht: Akamoru - Das dunkle, wilde Begehren.

Bereits seit März kuratiere ich gemeinsam mit Bennet Togler und Philipp Stiasny im Kino Babylon/Mitte die Nachtschicht, die Nachfolgereihe der letztes Jahr zum Sommer beendeten "Freunde des schrägen Films". War deren Programm noch wöchentlich und thematisch orientiert, ist die "Nachtschicht" eine monatliche Umschau in den Archiven des randständigen Genre- und Exploitationfilms. Gezeigt werden historische Kinokopien aus Sammlerbeständen, sowie stets ein Überraschungskurzfilm. Wichtig ist uns dabei weniger die geschmackssichere Zusammenstellung kanonisierter Klassiker, sondern das lustvolle Stöbern nach kaum erschlossenem Material, das auch vom offiziellen Kinemathekenbetrieb meist nicht beachtet wird.

Am 04.Mai verlassen wir nach zwei Expeditionen ins österreichische und italienische Genrekino erstmals den europäischen Kontinent und wenden uns dem japanischen Film der 60er, genauer: dem im vergangenen Herbst bei einem Unfall ums Leben gekommenen, ewigen Kinorebell Koji Wakamatsu zu. Sein Film Akamoru - Das dunkle, wilde Begehren (1967) gehört zu den legendären Ultrararitäten aus Wakamatsus über 100 Filme umfassendem Werk. Nach unserem Kenntnisstand liegt Akamoru in keinem Homevideo-Format vor.

Wir zeigen den Film im Kino Babylon/Berlin-Mitte als historische 35mm-Kopie aus den 60ern mit der deutschen Synchro der damaligen Kinoauswertung. Selbst der gerne mal pingelige film-dienst war seinerzeit nicht völlig abgeneigt und bemerkte so anerkennend wie zurückhaltend: "Würde [Wakamatsu] einmal eine Geschichte geradlinig und diszipliniert erzählen und nicht um jeden Preis eine Schocktherapie verabreichen wollen, so müßte ihm ein bedeutender Film gelingen."

Bereits im Januar lief der Film im Nürnberger KommKino, auf dessen Programmtext ich an dieser Stelle gerne verweise.

2. Februar 2013

Kinoshita-Retrospektive im Arsenal

Die Berlinale beginnt gefühlt bereits heute: mit der Vorführung von Keisuke Kinoshitas Twenty-Four Eyes im Arsenal, Auftakt einer elfteiligen Retrospektive teils innerhab, teils außerhalb des Festivals. In der taz  habe ich über zwei der Filme geschrieben. Zum heutigen Eröffnungsfilm (der digital vorgeführt wird, über die Qualitätdes Transfers weiß ich nichts) gibt es einen schönen, etwas älteren Text von Ekkehard Knörer, erschienen ebenfalls in der taz:
Sein Film ist so konkret wie die 12 Augenpaare, so abstrakt wie das zyklische Entstehen und Vergehen des Lebens in der Natur.

26. Oktober 2011

Neustarts: Tim und Struppi / Killer Elite / Underwater Love - A Pink Musical

Beim Perlentaucher schreibt Lukas über Tim & Struppi und Killer Elite. Von mir gibt es in der taz einen kleineren Text zum heute in einigen wenigen Kinos startenden "Pinku Eiga" Underwater Love - A Pink Musical.





5. September 2011

Akira Kurosawa im Arsenal

Nur kurz erwähnt, da es sich vermutlich ohnehin herumgesprochen hat, sei der vermutliche Höhepunkt der Berliner Kinosaison 2011: Eine Akira-Kurosawa-Komplettretro im Arsenal. Los geht es heute mit dem späten Meisterwerk Ran, die Reihe wird dann bis Ende Oktober fortgesetzt.

9. März 2011

Kinematografie heute Japan

Seit gestern läuft im Zeughauskino die Filmreihe "Kinematografie heute Japan", an deren Vorbereitung ich peripher (und Überbau-Kollege orcival weit weniger peripher) beteiligt war. Obwohl mit mehr Geld eine noch einmal deutlich interessantere Filmreihe möglich gewesen wäre, sind doch eine ganze Reihe schöner Filme mit dabei. Meine Empfehlungen:

United Red Army und Caterpillar von Koji Wakamatsu

Dainipponjin - Der große Japaner von Hitoshi Matsumoto

Love Exposure von Sion Sono

Live Tape von Tetsuaki Matsue

Genius Party und Genius Party Beyond von Studio 4°C

Still Walking von Hirokazu Koreeda

Mental von Kazuhiro Soda

Outrage von Takeshi Kitano

Prisoner - Terrorist von Masao Adachi

(die letzten beiden unter Vorbehalt, ich habe sie bislang lediglich nicht untertitelt gesehen)

20. November 2010

Werkschau Naomi Kawase.

Von den freundlichen Nachbarn durchgereichte Empfehlung:

8. November 2010

Nippon 80s – Positionen des japanischen Films der 80er Jahre im Arsenal

Wieder einmal ein etwas verspäteter Hinweis: Bereits seit ein paar Tagen zeigt das Arsenal ein Programm mit japanischen Filmen der Achtziger Jahre. Nach dem Niedergang der Industrie in den Siebzigern formierten sich im Folgejahrzehnt neue Strömungen hauptsächlich außerhalb der großen Studios, allerdings auch außerhalb des Kunstkinozusammenhangs ATG. Eine sehr interessante Phase der japanischen Filmgeschichte. Heute läuft ein Film des äußerst interessanten Dokumentarfilmers Shinsuke Ogawa. Besonders empfehlen kann ich einen Film, der erst nächsten Montag zu sehen ist: Kazuo Haras Meisterwerk The Emperor's Naked Army Marches On, eine der radikalsten Arbeiten des politischen Dokumentarfilms (radikal sowohl in Bezug auf die politische Positionierung, als auch in Bezug auf die dokumentarische Methode), die ich kenne.

23. August 2010

"Japanische Meisterregisseure" abgesetzt.

Eine der ambitioniertesten DVD-Reihen im deutschsprachigen Raum wurde dieser Tage bedauerlicherweise abgesetzt: Nach 11 von 22 geplanten Veröffentlichungen geht es mit den "Japanischen Meisterregisseuren" bei polyfilm zu Ende (siehe diese News). Konkret heißt das: Kein Yasujiro Ozu.

9. März 2010

Lone Wolf and Cub.


Eine weitergereichte Empfehlung: In einer sehr schönen Würdigung empfiehlt "The Wayward Cloud" allen unbedingt die demnächst auf arte ausgestrahlten Lone Wolf and Cub-Filme. Ich kenne, zu meiner Schande, nur den ersten (dafür aber zahlreiche Bände der Mangareihe), schließe mich aber dennoch an.


(Poster gefunden bei Wrong Side of the Art)

13. Oktober 2009

Neue DVDs

Bereits die zweite Riesen-DVD-Kollektion in diesem Jahr bringt Arthaus diese Woche in die Läden. Edition Deutscher Film ist freilich ein weit weniger ambitioniertes Paket als die Filmverlag der Autoren Edition. Versammelt ist (fast) ausschließlich, was Rang und Namen hat, zu haben meint oder sonstwie publikumskompatibel daherkommt. Gut, Thome ist dabei, Fassbinder sowieso, Herzig auch, aber sonst: wenig genuin interessantes und nicht zuletzt kaum etwas, das nicht bereits verfügbar gewesen wäre. Repräsentanz, Repräsentanz, leider nach den falschen Maßstäben. Nun ja: "Zum 60-jährigen Bestehen der Bundesrepublik Deutschland und zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls präsentieren Arthaus und KulturSPIEGEL die „Edition Deutscher Film“ mit 50 ausgewählten Meisterwerken des deutschen Kinos".
---
Gerner verweise ich da schon auf Bruce-Webers Chet-Baker-Doku Let's Get Lost, die bei Pierot le Fou erscheint und einen sehr guten Ruf hat.
---
Und natürlich noch einmal auf polyfilms "Japanische Meisterwerke"-Edition: Oshimas Dritter Spielfilm Taiyo no hakaba (Das Grab der Sonne) erscheint diesen Freitag.
---
Neben Sogo Ishii und Takashi Miike vielleicht der wichtigste japanische Gegenwartsregisseur ist Shinya Tsukamoto. Seinen unter anderem von Ekkehard Knörer gepriesenen Nightmare Detektive habe ich leider noch nicht gesehen, diese Woche wird bereits der Nachfolger Nightmare Detektive 2 veröffentlicht. Hier der Trailer (bei Tsukamoto ist es durchaus möglich, dass der nicht einmal zuviel verspricht):

8. September 2009

Gishiki

Nur ein kurzer Hinweis: Nagisa Oshimas Gishiki laueft heute abend im Arsenal. Ein stahlhartes, glasklares Masterpiece in Cinemascope; japanische Geschichte als paranoid-perverser Familienzusammenhang; jede Menge Leichen im Keller und eine nach der anderen wird ausgegraben. Ein (wer weiss, wielleicht sogar: der)Schlüsselfilm des modernen japanischen Kinos. Kurzum: Anschauen!
Und, nur damit das hier auch einmal erwaehnt wird: İm Arsenal lauft zZ eine Agnes-Varda-Komplettretro...

2. Februar 2009

Nagisa Oshima im Arsenal

Auf Imamura folgt Oshima. In der Filmreihe "Hommage an Madame Kawakita" zeigt das Kino Arsenal noch bis Donnerstag drei Filme eines Regisseurs, der in fast jeder Geschichtsschreibung des japanischen Kinos eine zentrale Stellung einnimmt, dessen Filme aber - abgesehen von Im Reich der Sinne - wenig präsent sind. Zu sehen sind: Violence at Noon, The Ceremony und Boy. Letzterer ist die Verfilmung einer frühen Kenzaburo-Oe-Erzählung. Hier der Trailer:

25. Januar 2009

Shohei Imamura im Kino Arsenal

Shohei Imamura zählt zu den wichtigsten Regisseuren der japanischen Nouvelle Vague. Seine mäandernde, vielstimmige Erzählweise hat mich schon des öfteren begeistert, Probleme habe ich dagegen manchmal mit seiner naturmystisch verbrämten Vorstellung von einer urtümlichen, im Vormodernen wurzelnden japanischen Vitalität. Nächste Woche zeigt das Arsenal drei seiner Filme. Von diesen dreien kenne ich nur das Spätwerk Kuroi ame (Black Rain), eine episch angelegte Romanverfilmung über das Japan der Nachkriegszeit und die Folgen der Hiroshima-Bombe. Außerdem sind zwei weniger bekannte Werke zu sehen: Vengeance Is Mine und Intentions of Murder. Zu letzterem der Trailer: