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7. Mai 2010

Heute abend: Wiederentdeckt - "Der Lude" im Zeughauskino

Heute abend stellt Daniel Siemens im Zeughauskino im Rahmen von Wiederentdeckt die DEFA-Auseinandersetzung mit dem Horst Wessel-Mythos vor, die Horst E. Brandt 1984 unter dem Titel "Der Lude" realisierte. Im Programmtext schreibt Daniel Siemens: "Der Lude ist ein spätes Beispiel des antifaschistischen Spielfilms in der DDR und sollte vor allem junge Leute in die Kinos locken. Vielleicht auch deshalb setzte er verstärkt auf „Sex and Crime“: Die „authentische Geschichte um kleine Leute und große Gangster“ – wie es auf einem Filmplakat hieß – warb mit Spannung und Sinnlichkeit. Dennoch kam der Film bei den Zuschauern nicht an: Eine Zeitung sprach von einem „blässlichen Provinzstück“, das bloße Hintertreppenkonstruktion bleibe." - angesichts des fälschlichen Interesses, das ein unterirdischer Schundfilm wie Rainer Simons "Die Frau und der Fremde" selbst auf dieser Berlinale noch bekam, könnte das schon fast wieder dafür sprechen, dass der Film interessant ist.

7.5. 19h Zeughauskino

25. Juli 2009

Ein Versehen.

Samstag, 25.07.09, 12:45 Uhr, Kottbusser Damm (Boulevard), Moviemento

Mach mal Pause von zu Hause – geh ins Kino

ok, eigentlich nicht, aber ok.

BIRDWATCHERS, DAS LAND DER ROTEN MENSCHEN
Ein Film von Mario Bechis

Hä? Wieso sprechen die deutsch? Ist das etwa...oh nein.

darum bleibst Du hier, quasi als Vogelscheuche,
damit Ihnen Angst und Bange wird

also was ist?
also diesen Blödsinn lasst Ihr jetzt

Na geht schon, na geht
geht schon, na los

Ich lieb Dich auch, Eremeo, aber Du bist noch zu jung für mich
es geht nich

Papai, Mamí sagt, dass sie mich nich haben will
weil Du noch zu jung bist, Eremeo
Aber ich
werd doch noch wachsen und dann
werd ich älter und dann
werd ich sie heiraten

Ich geh nich arbeiten.
der Schamane hat gesagt
ich soll immer nur beten und singen und beten

Ich will hier drinnen von euern scheiß Liedern nix hören
keinen Ton mehr

Hör mal Jemenia ich will Dir was sagen
ich will Dich
ich will Dich aber nich
weil ich Dich nich mag

langer Schwanz, der hat ein langen Schwanz,
geiler Schwanz, Du hast wirklich einen großen,
geiler Mann

Entschuldigung, Herr Staatsanwalt,
wie können Sie von Recht sprechen?

Du musst diese Ungeziefer-Brut zerstören.
Moreira, wenn Du das Unkraut nicht mit der Wurzel ausreißt

Maria, auch Du
Du Nutte
Du läufige Hündin

was war denn das?

Company Profile der Pandora Film produktion.
„Im Namen der Kinematographie sind wir bereit, der medialen Gleichschaltung entgegenzuwirken und dem Film auch unter dem Aspekt Kunst seine Existenz zu sichern. Mit ca. 12 hoch motivierten Mitarbeitern stellen wir uns dieser Herausforderung.“

Synchronstab
MINA KINDL SYNCHRON
Abrisio da Silva Pedro - PATRICK ROCHE (High School Musical 1-3)
Alicélia Batista Cabreira - ELISABETH GÜNTHER (Harry Potter, Herr der Ringe)
Ambrósio Vilhalva - GUDO HOEGEL (Darkwin Duck, Austin Powers)
Claudio Santamaria - STEFAN GÜNTHER (Ratatouille)
Matheus Nachtergaele - PHILIPP BRAMMER (Beverly Hills 90210)
Fabiane Pereira da Silva - FARINA BROCK (Arielle, Pokemon, Die Nanny)
Chiara Caselli - CLAUDIA LOESSL (Wild Things, Scream, Findet Nemo)
Leonardo Medeiros - FRANK RÖTH (Ned Flanders)
Inéia Arce Gonçalves - KATHRIN GAUBE (Hanna Montana, Verliebt in die Braut)


Wehklagend schritt ich heim, im Juliregen.

29. April 2009

Three the Hard Way. Babylon/Berlin.




Eine Gruppe von Neonazis wollen mit Hilfe eines ominösen Serums die schwarze Bevölkerung der USA auslöschen, aber sie haben die Rechnung ohne Jim Brown, Fred Williamson und Jim Kelly gemacht. Für den fantastischen Soundtrack wurden The Impressions engagiert, der Titelsong wirkt in dem Radio-Commercial wie eine Verheißung auf ein actiongeladenes Kinoerlebnis – und genau das ist der Streifen!
So schreibt docfish in seiner Reihe über Blaxploitation-Jingles auf dem immer wieder lesenswerten Blog Wayward Cloud über den Reißer Three the Hard Way. Und den beschriebenen Jingle kann man sich dort auch gleich anhören!

Der Film wird heute abend um 21.30 im Kino Bablyon bei den Freunden des schrägen Films im Rahmen der Reihe "Hitlers Resterampe" (siehe dazu auch hier Bert Rebhandl) gezeigt.

Ein mit Musik von Daft Punk unterlegter Clip findet sich bei unser aller liebster Urheberrechtsinstitution:



6. April 2009

Hitlers Resterampe: Spy Smasher Returns.




In der hier angekündigten (und dort von Bert Rebhandl in der Berliner Zeitung empfohlenen) Reihe Hitlers Resterampe im Babylon/Mitte läuft am kommenden Mittwochabend die in den 60er Jahren erstellte Spielfilmversion des 40er Jahre Serials Spy Smasher (im Spielfilm-Cut um ein Returns erweitert). Der Programmtext der Freunde des schrägen Films:

Mit allen Mitteln wollen die Nazis Amerika zerstören. Ihr diabolischer Agent „The Mask“ lässt das Land mit Falschgeld überfluten und Sabotageakte verüben. Sein Widersacher ist Spy Smasher. Nachdem dieser All-American Boy im besetzten Frankreich gerade erst der Hinrichtung durch die Nazis entgangen ist, tritt er nun zum Kampf gegen die Mächte des Bösen an. Basierend auf einem Superhelden-Comic schuf das Poverty Row-Studio Republic mit „Spy smasher“ eines der erfolgreichsten und besten Serials überhaupt: actiongeladen, temporeich und voller atemberaubender Cliffhanger. Sein heute vergessener Regisseur war der ungeheuer produktive William Witney, den Quentin Tarantino als den „Howard Hawks des B-Films“ verehrt.

Eine Einführung gibt's vom Filmhistoriker Rolf Giesen.

26. März 2009

Hitlers Resterampe im Babylon: Zombies, Nazis, schlechte Laune.




Besonders schräge Entdeckungen aus den Höhlen (nicht nur) des Exploitationsfilms sind ab 01.04. jeden Mittwochabend bei den "Freunden des schrägen Films", der festen B-Movie-Institution des Babylon/Mitte, zu machen: Unter der Überschrift "Hitlers Resterampe" forschen die beiden Historiker Philipp Stiasny und Jürgen Dittrich passend zu diversen aktuellen Eklats zum untoten Weiterleben der Nazis in Populär-, Trash- und Filmkultur. Und das Programm kann sich durchaus sehen lassen.

Bereits der erste Termin am 01.04.2009 bringt zwei wahre Schmankerl: Als Vorfilm gibt es Don Siegels Kurzdokumentation Hitler lives, danach läuft mit Shock Waves der große filmische Übervater des Nazizombie-Subgenres aus den spätern 70er Jahren, in dem der untote Schrecken einmal mehr auf einer fernen tropischen Insel auf arglos vorbeipaddelnde Touristen wartet. Mitten drin macht mit Peter Cushing ein alter Gentleman des Horrorfilms ernste Miene zum bösen Spiel, das allerdings recht zahm daherkommt (DVD-Freigabe: ab 16). Ein insgesamt auch auf Grund seines entrückten Synthie-Soundtracks wunderbar schräger und natürlich rundum empfehlenswerter Genrefilm, dessen knarzigen deutschen Trailer wir dem geneigten Publikum keineswegs vorenthalten wollen:



Weitere Highlights der Reihe, die man sich vormerken sollte: Der infame erste Ilsa-Film, der, laut Wayward Cloud, ziemlich actiongeladene Blaxploitation-Knaller Three the Hard Way, der murksig-gurkige Hard Rock Zombies, der Tinto-Brassige Bordellfilm Salon Kitty und noch einige mehr. Spätestens hier im Überbau dann kurz vorher als Reminder!