Posts mit dem Label experimentalfilm werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label experimentalfilm werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

28. Juni 2011

Recontres Internationales

Das Recontres International widmet sich "new cinema and contemporary art" und macht in drei Städten Station: in Paris, Madrid und Berlin. Spielort ist das Haus der Kulturen der Welt. Auf dem Programm stehen jede Menge Filmscreenings, vorwiegend Kurzfilmprogramme aus dem Experimentalfilm- und Videobereich. Heute um 19:00 wird mit einigen kürzeren Arbeiten eröffnet, um 21:00 folgt Thomas Heises unbedingt empfehlenswerte neue Arbeit Sonnensystem. Zu weiteren Empfehlungen siehe Simon Rothöhler. Der Eintritt ist auch bei dieser Ausgabe wieder, zumindest für die Filmscreenings, frei.

Sonnensystem/Solar System Trailer HD from Thomas Heise on Vimeo.

9. November 2010

Ken Jacobs im Direktorenhaus

Ein Hinweis von cargo weitergegeben: Heute Abend um 20:00 Uhr sind im Direktorenhaus sechs kurze Arbeiten des Experimentalfilmers Ken Jacobs zu sehen, Andrew Grant und Ekkehard Knörer führen in die Filme ein. In Wien hat mich dieses Jahr kaum etwas mehr begeistert als a loft (2010) und The Day Was a Scorcher (2009). Letzterer ist bei der ersten Sichtung zu meinem Lieblingsfilm der letzten beiden Jahre avanciert. (Ob diese Einschätzung einer zweiten Sichtung standhält, werde ich selber heute Abend leider nicht überprüfen können.) Die Reihe "Kino Satellite", in der das Programm zu sehen ist, sollte man sich auf jeden Fall merken.
Capitalism: Slavery ist ebenfalls großartig und Teil des Programms:

13. Juli 2010

Filme von James Benning auf 3sat.

Heute abend zeigt 3sat um 23 Uhr die Dokumentation James Benning: Circling the Image, in der Reinhard Wulf dem Dokumentar/Essay/Avantgarde-Filmemacher James Benning bei dessen Arbeit zu 13 Lakes interessiert über die Schulter schaut.

Die Doku bildet den Auftakt einer kleinen Benning-Reihe auf dem Sender, deren genauen Termine sich am Ende dieses Infotexts auf der Senderwebsite finden.



(Inwiefern es überhaupt sinnvoll ist, Benning-Filme im Fernsehen zu sehen/zu zeigen, ist eine unbedingt stellenswerte Frage, zu deren Beantwortung die Reihe vielleicht Erfahrungswissen beisteuert.)

Und weil er so schön ist: Bennings Viennale-Jingle -

17. Mai 2010

Das elektrische Paradies


Ein Freund hat mich auf einen Experimentalfilm aufmerksam gemacht, den auf der Berlinale etwas untergegangen war und der heute abend um 19:00 in der Volksbühne zu sehen ist: Michael Buschs Das elektrische Paradies. Ich werde es pressevorführungsbedingt wieder nicht schaffen, aber interessant hört es sich auf jeden Fall an.

15. April 2010

Guy Maddin: The Night Mayor.


Das hinsichtlich seiner Webpolitik sehr vorbildliche National Film Board of Canada hat den neuen Kurzfilm von Guy Maddin auf seiner Website als Stream zur Verfügung gestellt:



19. Januar 2010

A Letter to Uncle Bonmee.


Den neuen Kurzfilm von Apichatpong Weerasethakul kann man jetzt bei theauteurs.com sehen. 17 Minuten, weltweit und gratis. Allerdings muss man sich anmelden. Schadet ja aber nichts.



(in dem zusammenhang lässt sich auch auf das gespräch nochmals hinweisen, dass maximilian linz für überbau mit dem regisseur geführt hat.)

14. November 2009

Trains of Winnipeg: 14 Film Poems.


Jetzt bei TheAuteurs weltweit kostenfrei und legal im Web-Stream: Clive Holdens sehr schöner Experimentalfilm Trains of Winnipeg: 14 Film Poems, der seinerzeit im Zuge seiner Kinotour auch im Kino Arsenal zu sehen war.



17. Juli 2009

RUNDGANG 09: Neue Arbeiten aus den Klassen Arslan, Emigholz, Vedder, Busch

Bereits gestern Abend wurde der jährliche Rundgang der UDK im Hauptgebäude Hardenbergstraße eröffnet, dort liegt der Schwerpunkt auf freier bildender Kunst.
Heute abend, 19 Uhr, findet die Vernissage der Medienkunst-Studiengänge statt, in der Grunewaldstraße 2-5, Schöneberg. Neben der Ausstellung in den Ateliers gibt es auch ein oder zwei Kinos, in denen das ganze Wochenende über neue Filme und Videos aus den Klassen von Thomas Arslan, Heinz Emigholz bzw. Michael Busch, Maria Vedder u.a. gebeamt werden.

23. April 2009

Anonymus.




Dass die Möglichkeiten des Datenaustauschs über das Internet entgegen sämtlicher ängstlich an die Wand projezierter Untergangsszenarien zunächst einmal eine Verheißung an die Menschheit darstellen, unterstrich Sebastian Lütgert zuletzt in einer (hier zu annoncieren leider sträflicherweise vergessenen) Veranstaltung im Kino Arsenal in aller Deutlichkeit (nur um einen sehr, sehr dämlichen Kommentar zu ernten, der hier gar nicht erst wiedergegeben werden soll).

Eine Verheißung diesbezüglich ist beispielsweise die gesteigerte Distribuierbarkeit experimenteller Filmformen mittels Filesharing. Gerade etwa hat der schwedische Experimentalfilmemacher Anders Weberg seine schon recht anschauliche Reihe von P2P-Filmen um seinen neuen Film Anonymus ergänzt, der erneut ausschließlich über Filesharing erhältlich ist. Unter dem Motto "There is no Original" wurden sämtliche Materialien zur Erstellung des Films, wie auch der Film selbst auf dem Rechner des Künstlers zerstört: Anonymus lebt allein in Filesharing-Netzwerken aller Art und auch nur für solange, wie Leute sich bereit erklären, den Film darin am Leben zu erhalten: Der Film wird ortlos allgegenwärtig - und ephemer zugleich.

Zugestandenermaßen: Gesehen habe Anonymus nicht. Für interessant genug halte ich Webergs Projekt aber allemal. Und gerade im April 2009, in dem an allen Ecken und Enden das Internet und seine Möglichkeit von Besitzstandswahrern und anderen dummen Postensitzern angegriffen wird, ist es notwendig auf solche Projekte hinzuweisen. Es versteht sich, dass Anonymus auch bei Pirate Bay (und nicht nur dort) erhältlich ist, wie auch der Rest von Webergs ephemer/beständigem Werk.



15. März 2009

Tribute to Ann Savage.




Das Kino Arsenal zollt der im vergangenen Dezember verstorbenen B-Movie-Aktrice Ann Savage seinen Tribut und zeigt zu diesem Zweck am 15.03. Guy Maddins sehr schönen My Winnipeg (Savages letzte Rolle, vergangenes Jahr im Forum), sowie zuvor den vom Prince of the Poverty Row Edgar G. Ulmer (hier ein Essay auf Senses of Cinema, ein vermutlich sehr lesenswertes Buch über ihn erschien vor kurzem in England) inszenierten Film Noir Detour, der sich einer treuen Kult-Anhängerschaft erfreut (und zudem in Thom Andersens Los Angeles plays itself referenziert wird).

Der Programmtext zitiert eine Äußerung von Guy Maddin, die unweigerlich große Lust auf dieses B-Movie macht:

Als George Toles und ich das Drehbuch zu MY WINNIPEG fertig geschrieben hatten, nachdem ich mich in die mythisch unfertigen Tage meiner Kindheit und der Kindheit meiner Stadt seltsam zurückversetzt fand – Tage, die ganz und gar von der Herrschaft eines Angst einjagenden mütterlichen Titans überschattet waren; Jahre, die ich erschaudernd vor den parfürmierten Fäusten der hinreißenden und glamourösen Diktatur meiner Mutter verbracht hatte; eine Ära, in der die ängstlichen Einwohner unserer Stadt sich geduckt oder auf Zehenspitzen unter den emporragenden Beinen jener grausamen und alles erblickenden Matriarchin bewegten, die gespreizt wie der Koloss unsere Umgebung von oben überspannte – da wusste ich, dass es nur eine Person geben würde, JEMALS gegeben hatte, die die Rolle meiner Mutter würde spielen können: Ann Savage. Savage hat natürlich schon für ihre vergiftend-komplexe Darstellung der Vera unsterblichen Ruhm erlangt – die beängstigendste femme fatale in der Geschichte des Film noir. Eine Rolle, für die sie genauso barbarisch angegriffen wurde, wie sie sie gespielt hatte. Eine Rolle, die sie in nur drei rasenden Tagen aufgesogen und wieder ausgespuckt hatte; sie, die wutentbrannteste Schauspielerin im berühmtesten Poverty Row Film aller Zeiten, Edgar G. Ulmers Meisterwerk DETOUR.

Zwei Clips zu diesem Programm auf YouTube:





Der ein Jahr später entstandene Renegade Girl mit Ann Savage fällt in den USA unter das Public-Domain-Recht und ist deshalb auf archive.org in voller Länge zu sehen.

15. Februar 2009

Craig Baldwin im Kino Arsenal.



Mit Craig Baldwin begrüßt das Kino Arsenal in den nächsten Tagen einen Underground-Künstler aus der Appropriation-Szene als Gast, dessen Arbeiten zumal im Zeitalter von Mashups und Rip-Remixes interessant sein dürften. Bislang kenne ich zwar nur Spectres of the Spectrum, in dem Baldwin Schnipsel und Szenen aus obskursten Quellen zu einem wilden Wirbelwind collagiert hat, allerdings reicht mir diese eine Film völlig aus, um blind eine Empfehlung für die beiden Filme auszusprechen, die Baldwin in den kommenden Tagen im Kino Arsenal zeigen wird:

20.02.: Mock up on Mu (2008)
"Ein hybrider Collage-Spielfilm, der aus verschiedenen Sci-Fi-, Spion-, Western- und Horrorfilmen die (größtenteils) wahre Geschichte von Jack Parsons (Crowleyit und Begründer des Jet Propulsion Labs), L. Ron Hubbard (Sci-Fi-Autor und Sektenbegründer), und Marjorie Cameron (Mutter der New-Age-Bewegung) erzählt. Der Film ist eine verspielte Allegorie, deren Erzählkurve sich durch die mythisch-okkulte Matrix der kalifornischen Nachkriegs-Subkulturen zieht, die von Raketenpionieren, alternativen Religionen und Beat-Lifestyles geprägt waren." (Programmtext)

22.02.: Negativland. Our Favorite Things
27 Jahre Musik der Underground-Heroen Negativland, die sich seit den 80er Jahren quer durch die Musik- und Popgeschichte samplen, collagieren und rippen. In die Geschichte des Copyright eingegangen sein dürfte der spektakuläre Prozess, den die SPD-Popper U2 gegen die Band angestrengt hatten.

Zu Mock Up on Mu gibt's auf YouTube ein Statement von Baldwin: