Nach der gestrigen arte-Ausstrahlung in der Mediathek:
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24. Mai 2012
22. Oktober 2010
Helge Schneider, Werner Nekes, Christoph Schlingensief: Johnny Flash!
Noch für wenige Tage in der arte Mediathek: Johnny Flash, von Werner Nekes (Regie) und Christoph Schlingensief (Kamera) und mit Helge Schneider.
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16. September 2010
Filmfest Oldenburg kooperiert mit MUBI
Ein interessantes Experiment versucht dieses Jahr das gestern gestartete Filmfest Oldenburg. Einige Filme des Programms werden, so kündigt es zumindest eine Pressemitteilung an, auf der cinephilen Internetplattform MUBI (früher und jetzt immer noch ein bisschen, so richtig verstehe ich das noch nicht: theauteurs) kostenfrei anschaubar sein. Allerdings nur für jeweils 300 Zuschauer. Wie das genau funktioniert, habe ich noch nicht herausgefunden, eventuell sorgt MUBIs Geoblocking dafür, dass man auf einen Teil der Filme nur aus den USA zugreifen kann. Das würde das bislang magere Angebot auf der Website erklären. Vielleicht werden die Filme aber auch erst nach und nach freigeschalten.
So oder so ist das ein interessanter Versuch, Filmfestival und Internet zu verbinden. Thomas hatte hier Anfang des Jahres etwas über einen anderen derartigen Versuch geschrieben. Ich bleibe erst einmal skeptisch, auch, weil die Oldenburg-Kooperation möglicherweise etwas damit zu tun haben dürfte, dass die Zukunft des Festivals wegen Mittelkürzungen in Gefahr ist und dass die ganze Unternehmung vielleicht doch eher ein Schritt hinaus aus dem Kino denn einer hinein ins Internet ist. Ich hoffe natürlich auf das Gegenteil und man darf auf jeden Fall trotzdem gespannt sein, was da noch so alles passiert. Und Radley Metzger, von dem man bereits jetzt zwei Filme sehen darf, ist sowieso toll.
Update: Auch vom Londoner Alpha-ville-Festival gibt es Kostproben auf MUBI.
So oder so ist das ein interessanter Versuch, Filmfestival und Internet zu verbinden. Thomas hatte hier Anfang des Jahres etwas über einen anderen derartigen Versuch geschrieben. Ich bleibe erst einmal skeptisch, auch, weil die Oldenburg-Kooperation möglicherweise etwas damit zu tun haben dürfte, dass die Zukunft des Festivals wegen Mittelkürzungen in Gefahr ist und dass die ganze Unternehmung vielleicht doch eher ein Schritt hinaus aus dem Kino denn einer hinein ins Internet ist. Ich hoffe natürlich auf das Gegenteil und man darf auf jeden Fall trotzdem gespannt sein, was da noch so alles passiert. Und Radley Metzger, von dem man bereits jetzt zwei Filme sehen darf, ist sowieso toll.
Update: Auch vom Londoner Alpha-ville-Festival gibt es Kostproben auf MUBI.
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25. Juli 2010
Nummer 6 / The Prisoner.
Gestern abend begann arte mit der Ausstrahlung der 60s Kultserie The Prisoner (Nummer 6 im deutschen Sprachraum). Da die vor einigen Jahren bei Koch Media erschienene DVD-Box seit geraumer Zeit ausverkauft und nur zu horrenden Preisen gebraucht erhältlich ist, ist es doch sehr erfreulich, dass arte die Episoden der Serie für begrenzte Zeit auch als Online-Stream anbietet:
Die Serie wird am kommenden Samstag fortgesetzt.
Die Serie wird am kommenden Samstag fortgesetzt.
28. April 2010
Online: Im Angesicht des Verbrechens.
Die gerade eben ausgestrahlten ersten beiden Episoden von Grafs Im Angesicht des Verbrechens stehen jetzt für ein paar Tage in der Mediathek von arte bereit. Allerwärmste Empfehlung!
» Folge 1
» Folge 2

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15. April 2010
Guy Maddin: The Night Mayor.
Das hinsichtlich seiner Webpolitik sehr vorbildliche National Film Board of Canada hat den neuen Kurzfilm von Guy Maddin auf seiner Website als Stream zur Verfügung gestellt:
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24. Februar 2010
Detour.

Ulmers großartiger Poverty-Row-Film-Noir ist offenbar Public Domain und somit auf archive.org zu sehen:
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11. Februar 2010
Über die Berlinale...
...wird ja eigentlich genug geschrieben. Ich weiß nicht, ob Überbau da auch etwas dazu beitragen wird. Ich zumindest werde keine Zeit finden.
Statt dessen schreibe ich mit Überbau-Kollege Thomas, Ekkehard Knörer und Thekla Dannenberg im Perlentaucher-Blog, das heute mit Attacken auf Kosslick (Ekkehard, scharf) und Terhechte (ich, nicht ganz so scharf) eröffnet wurde. Da gibt es außerdem eine Linkliste zu den üblichen Verdächtigen, die hier nicht alle noch einmal aufgeführt werden müssen.
---
Einen gesonderten Hinweis verdient noch einmal Thomas' Blog, das auch dieses Jahr wieder unter "Berlinale-Ticker" lesenswertes aus aller Welt zum Festival versammelt.
---
Sonst noch etwas? Naja, twitter vielleicht...
Statt dessen schreibe ich mit Überbau-Kollege Thomas, Ekkehard Knörer und Thekla Dannenberg im Perlentaucher-Blog, das heute mit Attacken auf Kosslick (Ekkehard, scharf) und Terhechte (ich, nicht ganz so scharf) eröffnet wurde. Da gibt es außerdem eine Linkliste zu den üblichen Verdächtigen, die hier nicht alle noch einmal aufgeführt werden müssen.
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Einen gesonderten Hinweis verdient noch einmal Thomas' Blog, das auch dieses Jahr wieder unter "Berlinale-Ticker" lesenswertes aus aller Welt zum Festival versammelt.
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Sonst noch etwas? Naja, twitter vielleicht...
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29. Januar 2010
9jatube: Nollywood und mehr
Nikolaus hat mich auf die sehr interessante Website 9jatube aufmerksam gemacht. Es scheint sich um eine Art parallel-Youtube für westafrikanische, vor allem nigerianische Populärkultur zu handeln. Eine ziemlich umfangreiche Sammlung von Nollywoodproduktionen aus den unterschiedlichsten Genres steht als Stream bereit, ebenso jede Menge Musikvideos und einige Bilder. außerdem gibt es noch andere Feature, aus denen ich bislang nicht so recht schlau geworden bin, zB "DJ Mixes". Die Filmsammlung scheint aber bislang das Kernstück der Seite zu sein. Auch (mindestens) ein Film des vorzüglichen Nollywood-auteurs Tunde Kelani ist verfügbar und zwar hier.
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19. Januar 2010
A Letter to Uncle Bonmee.
Den neuen Kurzfilm von Apichatpong Weerasethakul kann man jetzt bei theauteurs.com sehen. 17 Minuten, weltweit und gratis. Allerdings muss man sich anmelden. Schadet ja aber nichts.

(in dem zusammenhang lässt sich auch auf das gespräch nochmals hinweisen, dass maximilian linz für überbau mit dem regisseur geführt hat.)
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22. Dezember 2009
Rudolf Thome: Der magische Realist.
Neu im YouTube-Channel von Rudolf Thome: Rudolf Thome: Der magische Realist von Norbert Grob
Nachtrag: Der zweite Teil des Portraits ist nun auch im YouTube-Channel online.
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21. Dezember 2009
Madame Tutli-Putli.
Das National Film Board of Canada hat den oscarnominierten Animationsfilm Madame Tutli-Putli in voller Länge in seinen YouTube-Kanal gestellt. Viel Spaß!
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19. Dezember 2009
Alma.
Gerade bei Rochus gefunden: Alma, ein kleiner Gruselanimationfilm von Rodrigo Blaas, der für gewöhnlich bei Pixar arbeitet. Zur Weihnachtszeit für nur kurze Zeit online frei zu sehen! Viel Spaß:
Alma from Rodrigo Blaas on Vimeo.
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18. Dezember 2009
15. Dezember 2009
Rudolf Thome: Das, was ich vielleicht am besten kann.
Den kürzlich ausgestrahlten Portraitfilm stellt Rudolf Thome gerade etappenweise in seinen YouTube-Kanal.
via
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Rudolf Thome
14. November 2009
Trains of Winnipeg: 14 Film Poems.
Jetzt bei TheAuteurs weltweit kostenfrei und legal im Web-Stream: Clive Holdens sehr schöner Experimentalfilm Trains of Winnipeg: 14 Film Poems, der seinerzeit im Zuge seiner Kinotour auch im Kino Arsenal zu sehen war.

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11. November 2009
P2P-Hit: Ink.
Hochinteressant: Ein Film, der über klassische Vertriebswege als Super-Flop rasch in ewige Vergessenheit geraten wäre, mausert sich derzeit über P2P zum Hit - mit, im übrigen, positiven Auswirkungen für die Macher: Der Low-Budget-Mystery-Thriller Ink, an der Kinokasse kaum beachtet und mit bislang mickrigen DVD-Verkaufszahlen, wurde in den letzten Tagen über 400.000 mal über die einschlägigen Torrentportale heruntergeladen - und erreicht damit ein Publikum, das mit herkömmlicher Distribution nie erreicht worden wäre. Das Prinzip geht vom Schneeball (z.B. eine Empfehlung in einem Messageboard mit angehängtem Torrent-Link) hin zur Lawine (die Wahrscheinlichkeit, dass mehr Menschen deine DVDs kaufen, wenn bereits 200.000 Menschen deinen Film kennen und davon begeistert sind, ist selbst dann noch wesentlich höher, wenn diese den Film nur illegal heruntergeladen haben und ein Großteil ihrer weitergereichten Empfehlungen ebenfalls nur in einen Download mündet, als wenn lediglich 2000 Menschen deinen Film von legalen DVD-Käufen her kennen und damit die Weiterstreuung von vornherein eingeschränkt ist).
Auf Gulli finden sich weitere Informationen zu diesem P2P-Phänomen, darunter auch ein Hinweis auf einen Brief der Macher, die sich über die Piraterie ausgesprochen freuen.
Ob der Film taugt, weiß ich hingegen nicht.
Auf Gulli finden sich weitere Informationen zu diesem P2P-Phänomen, darunter auch ein Hinweis auf einen Brief der Macher, die sich über die Piraterie ausgesprochen freuen.
Ob der Film taugt, weiß ich hingegen nicht.
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27. Oktober 2009
Dexter: Early Cuts. Webisodes.
Bei den Fünf Filmfreunden aufgeschnappt und prompt weitergereicht: Der Sender Showtime hat nun die Webisode-Serie Dexter: Early Cuts beginnen lassen. Mit wöchentlichen Animationsfilmen soll hier die Vorgeschichte von Dexter Morgan erzählt werden.
Und da zumindest die erste Season von Dexter herausragend, die zweite aber absolut großartig war (die dritte hingegen: naja, die gerade ausgestrahlte vierte soll aber wieder besser sein), reiche ich diesen Hinweis gerne weiter.
» Dexter: Early Cuts
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16. September 2009
In meiner eigenen Sache: Filmkunst goes Weblog.
Es folgt: Schamlose Eigenwerbung. Wenn Sie das nicht mögen: Skippen Sie einfach zum nächsten Item - oder halten Sie sich die Augen zu, bis der Gong ertönt.
Jedenfalls, vielleicht ist's ja doch interessant: An dieser Stelle betreibe ich jetzt den Weblog-Webbegleiter für die Filmkunst-Videothek in Friedrichshain, in der ich mir mein spärliches Auskommen verdiene. Wenn Sie Lust haben, schauen Sie doch mal vorbei (im Blog/im Laden - der Laden hat den Vorteil: es gibt dort auch guten Kaffee. Beim Blog müssen Sie sich den selber kochen.)
[Gong!] Uffza, war doch gar nicht so schlimm...
Jedenfalls, vielleicht ist's ja doch interessant: An dieser Stelle betreibe ich jetzt den Weblog-Webbegleiter für die Filmkunst-Videothek in Friedrichshain, in der ich mir mein spärliches Auskommen verdiene. Wenn Sie Lust haben, schauen Sie doch mal vorbei (im Blog/im Laden - der Laden hat den Vorteil: es gibt dort auch guten Kaffee. Beim Blog müssen Sie sich den selber kochen.)
[Gong!] Uffza, war doch gar nicht so schlimm...
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3. August 2009
(Web) Comedy Update 1
Achtung: Einige der Clips sind im falschen Format eingebettet. Es empfiehlt sich, sie auf den Original-Websites anzusehen.
Die Komödie ist das Genre, das dürfte sich langsam herumgesprochen haben, in welchem das amerikanische Kino am lebendigsten und vielfältigsten geblieben ist. Mindestens genauso interessant aber wie die Kinokomödien sind die Wechselwirkungen zwischen Kino, Fernsehen und Internet, die eben in diesem Genre besonders ausgeprägt sind. Hier möchte ich in unregelmäßiger Folge einige Comedy-Entdeckungen neueren und nicht ganz so neueren Datums vorstellen, die diese fruchtbaren Wechselbeziehungen unter Beweis stellen. Hauptsächlich werde ich auf Internet-Inhalte hinweisen, wenn es sich anbietet, möchte ich allerdings auch Ausflüge in andere Medien unternehmen. Insbesondere bin ich an der episodenbasierten, fernsehnahen Form der "web series" interessiert. Da das Internet, geoblocking zum Trotz, ein internationales Medium ist, werden hoffentlich nicht nur amerikanische Produktionen auftauchen. Der Schwerpunkt jedoch soll zunächst auf diesen liegen.
Break a Leg
Zu Beginn ein zumindest minor classic: Von 2007 bis 2008 produzierten die gebürtigen Ukainer Yuri und Vlad Baranovsky diese web series, die aus einem von den Machern der mir noch unbekannten TV-Sitcom It's Always Sunny in Philadelphia (u.a. mit Danny DeVito) veranstalteten Fan-Wettbewerb entstanden ist. Die Reaktion auf den Beitrag der Brüder (ein selbstproduzierter Pilot für eine Fernsehserie) war so gut, dass diese beschlossen, dem Piloten eine ganze Serie folgen zu lassen. Entstanden ist eine Sitcom von und für Sitcom-Geeks, die die selbstreflektiven Tendenzen im gegenwärtigen (wie im vergangenen) Humorschaffen aufgreift und gezielt übersteigert. Nicht umsonst bewerben die Baranovskys ihre Serie so: "You've found Break a Leg - The Sitcom, the award aspiring Internet sitcom brought to you by the acclaimed fans of Arrested Development, Scrubs, and The Office."
Break a Leg zeichnet sich durch ein trotz des nicht vorhandenen Budgets sehr ordentliches Produktionsniveau aus. Deutlich erkennbar ist, dass alle Beteiligten darauf hofften, durch diesen - erst einmal eigenfinanzierten, aber semiprofessionell produzierten - Kraftakt einen Fuß in die Tür der Fernsehcomedie-Produzenten zu bekommen. Ich weiß nicht, warum dies bisher noch nicht so recht zu funktionieren scheint, die Serie ist streckenweise ziemlich großartig. Sie spielt in San Francisco und handelt von - genau - der Produktion einer Sitcom, allerdings einer fürs Fernsehen. Hollywood mischt auch manchmal mit, unter anderem eine ominöse Child Actor's Guild, die die Arbeitskampftaktiken ihrer berühmteren Schwesterorganisationen grundlegend radikalisiert. In Break a Leg steht die authentische Lebenswelt der Macher (urbanes Medienproletariat der nerdigeren Sorte) direkt und unverbunden neben wirren Fantastereien und irgendwie funktioniert das (fast) alles wunderbar.
(hier die erste Episode)
A.D. Miles
Gibt es bereits auteurs im Bereich der web series? A.D. Miles wäre zumindest ein Kandidat. Dem einen oder anderen dürfte er aus unterschiedlichen Projekten David Wains bekannt sein (dessen Wainy Days immer noch die beste web series ist, die ich kenne). In denen übernimmt der schlacksige, entfernt an Jon Heder gemahnende Blonde meist Nebenrollen. A.D. Miles hat inzwischen einen sehr guten Fernsehjob als head writer bei Late Night with Jimmy Fallon, einer neuen NBC-Show. Daneben arbeitet er seit 2008 allerdings auch an Webserien. Entstanden sind zwei Serien, die sich parodistisch an gegebenen Formen abarbeiten: Horrible People an bourgeoisen soap operas a la Dallas, Hot Sluts an - ganz was anderes - Sexploitationfilmen der Siebziger Jahre. Beide Serien zeichnen sich dadurch aus, dass Reiz, Look und Jargon der Originale fast ungebrochen übernommen und nur punktuell, dann aber auf sehr gelungene Art und Weise übersteigert wird.
Die beiden Serien sind, anders als Break a Leg, keine Eigenproduktionen, sondern Auftragsarbeiten der Online-Videoplattformen My Damn Channel beziehungsweise Atom.com. Derartige Onlineplattformen, die sich mit exklusivem Material gegen den Branchenprimus Youtube zu behaupten versuchen, gehören zu den wichtigsten Finanzierern einer Kunstform, für die noch kein verallgemeinerbares Geschäftsmodell in Sicht ist. interessanterweise sind beide Plattformen eng mit Fernsehsendern verbunden und übernehmen Promotion-Aufgaben für HBO (MyDamnChannel) respektive Comedy Central (Atom.com). Dies ist nur eines unter vielen Beispielen für die ökonomischen Wechselbeziehungen zwischen alten und neuen Medien. Wer hier tiefer einsteigen möchte, der sei auf die hochinteressante Website news.tubefilter verwiesen, die sich dem Internetfernsehen durchaus auch in seinen ökonomischen Aspekten verschrieben hat.
Hier aber zunächst die erste Folge Horrible People:
Michael and Michael have Issues
Weil es sich anbietet, ein kurzer Ausflug ins Fernsehen: Wie A.D. Miles arbeiten auch Michael Showalter und Michael Ian Black regelmäßig mit David Wain zusammen. Alle drei entstammen der New Yorker Alternative-Comedy-Szene, die in den letzten Jahren vehement den Mainstream infiltriert. Während Wain eine Karriere als A-Regisseur in Hollywood vor sich haben könnte, haben sich seine Brüder im Geiste eine Sendung bei Comedy Central unter den Nagel gerissen (und zwar eine, die auf dem wichtigen Sendeplatz vor der Daily Show platziert wurde). Michael ans Michael have Issues scheint eine wiederum äußerst selbstreflexive Mischform aus Sketsch-Comedy-Show und klassischer Sitcom anzustreben. Wie und ob das funktioniert kann ist hierzulande noch nicht so recht abzuschätzen, da online keine ganzen Epsidoden, sondern nur kurze Clips verfügbar sind. Hier einer (recht zufällig ausgewählt):
Imaginary Bitches
Zum Abschluss etwas wo nicht völlig, so doch ziemlich anderes: Wo die meisten der obigen Serien doch mehr oder weniger eindeutig auf ein maskulin gedachtes Nerd-Publikum zielen, hat Imaginary Bitches anderes im Sinn. Schon die Aufmachung der Website lässt auf ein eher weibliches Zielpublikum schließen, in der zugehörigen Internetserie spielen Männer nur Nebenrollen (als Sexobjekte, meistens). Ansonsten ist das Personal weiblich und zwar das reale ebenso wie das imaginäre:
Die Komödie ist das Genre, das dürfte sich langsam herumgesprochen haben, in welchem das amerikanische Kino am lebendigsten und vielfältigsten geblieben ist. Mindestens genauso interessant aber wie die Kinokomödien sind die Wechselwirkungen zwischen Kino, Fernsehen und Internet, die eben in diesem Genre besonders ausgeprägt sind. Hier möchte ich in unregelmäßiger Folge einige Comedy-Entdeckungen neueren und nicht ganz so neueren Datums vorstellen, die diese fruchtbaren Wechselbeziehungen unter Beweis stellen. Hauptsächlich werde ich auf Internet-Inhalte hinweisen, wenn es sich anbietet, möchte ich allerdings auch Ausflüge in andere Medien unternehmen. Insbesondere bin ich an der episodenbasierten, fernsehnahen Form der "web series" interessiert. Da das Internet, geoblocking zum Trotz, ein internationales Medium ist, werden hoffentlich nicht nur amerikanische Produktionen auftauchen. Der Schwerpunkt jedoch soll zunächst auf diesen liegen.
Break a Leg
Zu Beginn ein zumindest minor classic: Von 2007 bis 2008 produzierten die gebürtigen Ukainer Yuri und Vlad Baranovsky diese web series, die aus einem von den Machern der mir noch unbekannten TV-Sitcom It's Always Sunny in Philadelphia (u.a. mit Danny DeVito) veranstalteten Fan-Wettbewerb entstanden ist. Die Reaktion auf den Beitrag der Brüder (ein selbstproduzierter Pilot für eine Fernsehserie) war so gut, dass diese beschlossen, dem Piloten eine ganze Serie folgen zu lassen. Entstanden ist eine Sitcom von und für Sitcom-Geeks, die die selbstreflektiven Tendenzen im gegenwärtigen (wie im vergangenen) Humorschaffen aufgreift und gezielt übersteigert. Nicht umsonst bewerben die Baranovskys ihre Serie so: "You've found Break a Leg - The Sitcom, the award aspiring Internet sitcom brought to you by the acclaimed fans of Arrested Development, Scrubs, and The Office."
Break a Leg zeichnet sich durch ein trotz des nicht vorhandenen Budgets sehr ordentliches Produktionsniveau aus. Deutlich erkennbar ist, dass alle Beteiligten darauf hofften, durch diesen - erst einmal eigenfinanzierten, aber semiprofessionell produzierten - Kraftakt einen Fuß in die Tür der Fernsehcomedie-Produzenten zu bekommen. Ich weiß nicht, warum dies bisher noch nicht so recht zu funktionieren scheint, die Serie ist streckenweise ziemlich großartig. Sie spielt in San Francisco und handelt von - genau - der Produktion einer Sitcom, allerdings einer fürs Fernsehen. Hollywood mischt auch manchmal mit, unter anderem eine ominöse Child Actor's Guild, die die Arbeitskampftaktiken ihrer berühmteren Schwesterorganisationen grundlegend radikalisiert. In Break a Leg steht die authentische Lebenswelt der Macher (urbanes Medienproletariat der nerdigeren Sorte) direkt und unverbunden neben wirren Fantastereien und irgendwie funktioniert das (fast) alles wunderbar.
(hier die erste Episode)
A.D. Miles
Gibt es bereits auteurs im Bereich der web series? A.D. Miles wäre zumindest ein Kandidat. Dem einen oder anderen dürfte er aus unterschiedlichen Projekten David Wains bekannt sein (dessen Wainy Days immer noch die beste web series ist, die ich kenne). In denen übernimmt der schlacksige, entfernt an Jon Heder gemahnende Blonde meist Nebenrollen. A.D. Miles hat inzwischen einen sehr guten Fernsehjob als head writer bei Late Night with Jimmy Fallon, einer neuen NBC-Show. Daneben arbeitet er seit 2008 allerdings auch an Webserien. Entstanden sind zwei Serien, die sich parodistisch an gegebenen Formen abarbeiten: Horrible People an bourgeoisen soap operas a la Dallas, Hot Sluts an - ganz was anderes - Sexploitationfilmen der Siebziger Jahre. Beide Serien zeichnen sich dadurch aus, dass Reiz, Look und Jargon der Originale fast ungebrochen übernommen und nur punktuell, dann aber auf sehr gelungene Art und Weise übersteigert wird.
Die beiden Serien sind, anders als Break a Leg, keine Eigenproduktionen, sondern Auftragsarbeiten der Online-Videoplattformen My Damn Channel beziehungsweise Atom.com. Derartige Onlineplattformen, die sich mit exklusivem Material gegen den Branchenprimus Youtube zu behaupten versuchen, gehören zu den wichtigsten Finanzierern einer Kunstform, für die noch kein verallgemeinerbares Geschäftsmodell in Sicht ist. interessanterweise sind beide Plattformen eng mit Fernsehsendern verbunden und übernehmen Promotion-Aufgaben für HBO (MyDamnChannel) respektive Comedy Central (Atom.com). Dies ist nur eines unter vielen Beispielen für die ökonomischen Wechselbeziehungen zwischen alten und neuen Medien. Wer hier tiefer einsteigen möchte, der sei auf die hochinteressante Website news.tubefilter verwiesen, die sich dem Internetfernsehen durchaus auch in seinen ökonomischen Aspekten verschrieben hat.
Hier aber zunächst die erste Folge Horrible People:
Michael and Michael have Issues
Weil es sich anbietet, ein kurzer Ausflug ins Fernsehen: Wie A.D. Miles arbeiten auch Michael Showalter und Michael Ian Black regelmäßig mit David Wain zusammen. Alle drei entstammen der New Yorker Alternative-Comedy-Szene, die in den letzten Jahren vehement den Mainstream infiltriert. Während Wain eine Karriere als A-Regisseur in Hollywood vor sich haben könnte, haben sich seine Brüder im Geiste eine Sendung bei Comedy Central unter den Nagel gerissen (und zwar eine, die auf dem wichtigen Sendeplatz vor der Daily Show platziert wurde). Michael ans Michael have Issues scheint eine wiederum äußerst selbstreflexive Mischform aus Sketsch-Comedy-Show und klassischer Sitcom anzustreben. Wie und ob das funktioniert kann ist hierzulande noch nicht so recht abzuschätzen, da online keine ganzen Epsidoden, sondern nur kurze Clips verfügbar sind. Hier einer (recht zufällig ausgewählt):
| Michael & Michael Have Issues | Wed 10:30pm / 9:30c | |||
| New Kid on the Block | ||||
| www.comedycentral.com | ||||
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Imaginary Bitches
Zum Abschluss etwas wo nicht völlig, so doch ziemlich anderes: Wo die meisten der obigen Serien doch mehr oder weniger eindeutig auf ein maskulin gedachtes Nerd-Publikum zielen, hat Imaginary Bitches anderes im Sinn. Schon die Aufmachung der Website lässt auf ein eher weibliches Zielpublikum schließen, in der zugehörigen Internetserie spielen Männer nur Nebenrollen (als Sexobjekte, meistens). Ansonsten ist das Personal weiblich und zwar das reale ebenso wie das imaginäre:
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