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3. Oktober 2009

DVD-Edition "Japanische Meisterregisseure"

Da ich an dieser Stelle Anfang der Woche wieder einmal über die Veröffentlichungspolitik deutscher DVD-Labels hergezogen bin: Es gibt auch gute Nachrichten. Die interessanteste deutsche DVD-Reihe seit langem stammt aus dem Haus polyfilm video: "Japanische Meisterregisseure" präsentiert Werke von Nagisa Oshima, Yoshitaru Nomura (der einzige der vier, bei dem ich das "Meisterregisseur", mangels Kenntnis seiner Werke, noch zur Diskussion stellen würde), Keisuke Kinoshita und Yasujiro Ozu. Hier die Titelauflistung. Insbesondere Ozus Werk ist bis heute nicht nur irgendeine, sondern vielleicht tatsächlich die prominenteste Lücke im deutschen DVD-Angebot (das vorzügliche Schweizer Label trigon hat freilich bereits einige Filme im Angebot).
Die Ozu-Filme haben noch kein VÖ-Datum. Den Anfang macht Oshima. Vier seiner Frühwerke sollen bis Ende des Jahres den Weg in den Handel finden. Bleibt zu hoffen, dass polyfilm das alles wie angekündigt durchziehen kann.

14. August 2009

Berlin Kino postscriptum 18.-19. August 2009

Auch wenn der Springbrunnen nervt: ein Anlass ins fsk zu gehen ist der Start von HUNGER, Regie Steve McQueen (siehe dazu Lukas), der genauso wie James Bennings ONE WAY BOOGIE WOOGIE / 27 YEARS LATER bislang bundesweit ausschließlich dort läuft. Wie HUNGER, wenn auch aus anderen Gründen, kann man den diesjährigen Forumsbeitrag LOVE EXPOSURE ob seiner Derbness wohl nicht jedem empfehlen, einigen dann aber doch umso mehr; leider nur im Eiszeit-Kino. Zu Kathrin Bigelows unbedingt sehenswertem THE HURT LOCKER (dt.: Tödliches Kommando) siehe Sulgi Lie in De:Bug und Simon Rothöhler in Cargo. ZACK AND MIRI MAKE A PORNO ist dem Vernehmen nach eine derbe Enttäuschung. Das arsenal hat in letzter Zeit wieder mit nicht vorhandenen Filmkopien genervt und stattdessen DigiBetas gezeigt, dennoch sei hier auf die tollen Filme von Ozu diese Woche verwiesen, die auch auf Filmkopie vorhanden sind: heute Abend "ICH WURDE GEBOREN, ABER" (auch bekannt unter seinem französischen Titel "Gosses de Tokyo"), ein Stummfilm, der Ozus Übergang von der Komödie hin zu seinen idiosynchratischen Melodramen markiert und hinreißend ist. Fast bedauert man, dass er später nur noch in "OHAYO" so komisch war. 999 Punkte. Am Mittwoch dann "BANSHUN" und Freitag/Samstag der unübertroffene "TOKYO MONOGATARI".