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5. Mai 2010

Ab morgen im Kino: Survival of the Dead


Mit dem Klassizismus ist es so eine Sache. Filme wegen dem Handwerk hat goldenen Boden zu verteidigen, ist fast genauso einfach und falsch, wie sie als altmodisch abzukanzeln. Klassizismus im Kino zu verteidigen lohnt sich nur, wenn man damit nicht penibles Einhalten von 180°-Regel und Genrekonventionen meint, sondern den Glauben an das Band zwischen Welt und Film. In diesem Sinne ist George Romero ein Klassizist und in diesem Sinne ist Survival of the Dead ein großartiger Film. Eine Wohltat, erst recht, wenn man noch den schalen Pomo-Nachgeschmack von Genre-Unerträglichkeiten wie Zombieland oder auch (wahrscheinlich demnächst in den deutschen Kinos:) Rammbock auf der Zunge hat. Thomas' Kritik im Perlentaucher ist wohl eher eine vorsichtige Empfehlung. Ich gebe meine von ganzem Herzen.

9. Februar 2010

Freunde des schrägen Films: The Crazies


Die "Freunde des schrägen Films" zeigen morgen abend, am 10.02., im Babylon/Mitte George A. Romeros sehr empfehlenswerten The Crazies als nachgereichten Geburtstagsgruß an den Regisseur, der am 04. Februar 70 Jahre alt wurde (siehe auch hier). Gerade bei diesem Film, dessen fahrig-nervöser, oft kaum verständlicher Originalton wichtiges stilistisches Gestaltungsmittel ist, ist es zwar schade, dass er nur synchronisiert läuft, aber immerhin. Auch von einer Synchro nicht tot zu kriegen ist die hektisch rasante Montage, ein Albtraum für jeden Schnittzähler Bordwell'scher Schule.

Ein Hollywood-Remake ist für den April angekündigt.



In Sachen "Freunde des schrägen Films": Im Tagesspiegel gab es vor kurzem eine (wenngleich weitgehend mäßig gelungene) Reportage.

30. März 2009

Neue DVDs


Mit Palermo oder Wolfsburg und Abfallprodukte der Liebe erscheinen heute wenn ich mich nicht täusche die ersten beiden Werner-Schroeter-Film überhaupt in Deutschland auf DVD und zwar bei der Filmgalerie 451. Da die Filmgalerie derzeit auch Schroeters neuestes Werk Nuit de Chien ins Kino bringt, steht zu erwarten, dass das nicht die letzten beiden Schroeter-DVDs der Filmgalerie sein werden und dass eine weitere Lücke in der Editionslage des neueren deutschen Kinos nach und nach geschlossen wird.
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Von Abel Ferraras schönem The Funeral war in Deutschland bisher nur eine indiskutable Version erhältlich (Vollbild, kein Originalton). Es steht zu erwarten, dass die Arthaus-VÖ, die diese Woche erscheint, ihre Sache besser macht. Zu hoffen bleibt, dass Arthaus Ferrara treu bleibt und auch zu seinen obskureren Filmen vorstößt (Fear City, China Girl, Snake Eyes etc)
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Ebenfalls bei Arthaus wird zur Zeit Volker Schlöndorffs Frühwerk verlegt, dem man ja im Allgemeinen mindestens Erträglichkeit nachsagt. Überprüft habe ich das bisher noch nicht... Diese Woche erscheint Strohfeuer (1972).
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Schließlich erscheint Diary of the Dead als Verleih-DVD. Ein regulärer Kinostart des fünften Teils von Romeros Zombie-Saga dürfte sich somit erledigt haben. Gesehen habe ich das Ding noch nicht, der sechste Teil ist inzwischen bereits abgedreht und wird schlicht und einfach ...of the Dead heißen. Zu hoffen bleibt in jedem Fall, dass Romero irgendwann mal wieder zombiefreie Filme finanzieren kann. Wobei mir rückblickend auch noch Land of the Dead sehr gut gefallen hat und der Trailer zu Diary sieht zumindest so aus, als könnte sich dahinter eine vielleicht nicht ganz unsinnige Verdiskursivierung der first-person-Kameraperspektive verbergen: