Heute abend bietet sich im Kino Babylon die seltene Möglichkeit, einen Film des Sexploitation-Auteurs Joseph W. Sarno im Kino zu sehen: Der Fluch der schwarzen Schwestern ist ein in Europa entstandener Vampir/Sexploitation-Streifen, für den, laut Programmtext, Jess Franco und Jean Rollin Pate gestanden haben könnten.
Hier der Trailer:
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21. April 2010
7. Dezember 2008
Kino Arsenal: Snuff.
UPDATE: Der Film entfällt leider, wird jedoch durch einen ähnlich interessanten Streifen mit vergleichbarer Thematik ersetzt. Näheres im Kommentarbereich.
Morgen, am Montag, um 19 Uhr zeigt Cinegraph Babelsberg im Rahmen der FilmDokument-Reihe Richard R. Rimmels in der imdb nicht verzeichneten, offenbar der Mondo-Tradition zuzurechnenden (Pseudo-)Dokumentarfilm Snuff im Arsenal. In drei Jahren Produktionszeit und mit Unterstützung zahlreicher Intellektueller entstand in den mittleren 70ern ein mutmaßlich exploitatives, seinerzeit kontroverses Portrait der Produktions- und Arbeitsbedingungen des damals florierenden deutschen Softsexfilms. Der Programmtext:
Die Einführung besorgt der Filmhistoriker Philip Stiasny, der im Babylon auch die "Schrägen Film" mitorganisiert. In den Online-Archiven der Zeit gibt es zwei zeitgenössische Artikel über den Film: Aus der Porno-Maschinerie (1976) und Kinostart für Snuff (1978!). Auch der Spiegel berichtete dereinst.
Ein bewegtes und für die damalige deutsche Filmindustrie wohl auch bezeichnendes (Berufs-)Leben führte Regisseur Rimmel. Als Kameraassistent begann er bei Krautwestern mit Lex Barker und Freddy Quinn. Unter der Regie des Karl-May- und Edgar-Wallace-Veteranen Harald Reinl schoß er an der zweiten Kamera die reichlich obskure, von Peter Thomas mit swingendem Sound unterlegte Erich-von-Däniken-Verfilmung Erinnerungen an die Zukunft, um schließlich als Kameramann, Produzent und Regisseur dem deutschen Softsexfilm zur Seite zu stehen. (eine umgekehrte Bewegung machte im übrigen die deutsch-österreichische Produktionsgesellschaft Lisa Film: In den 70ern für derbe und anrüchige Ware zuständig, landete sie über den deutschen Blödelfilm der 80er wieder beim deutschen Biedersinn vom Schloss am Wörthersee.)
Morgen, am Montag, um 19 Uhr zeigt Cinegraph Babelsberg im Rahmen der FilmDokument-Reihe Richard R. Rimmels in der imdb nicht verzeichneten, offenbar der Mondo-Tradition zuzurechnenden (Pseudo-)Dokumentarfilm Snuff im Arsenal. In drei Jahren Produktionszeit und mit Unterstützung zahlreicher Intellektueller entstand in den mittleren 70ern ein mutmaßlich exploitatives, seinerzeit kontroverses Portrait der Produktions- und Arbeitsbedingungen des damals florierenden deutschen Softsexfilms. Der Programmtext:
Die 70er Jahre sind in Deutschland die große Zeit der Sexfilme. Sie werden zu Dutzenden heruntergekurbelt, versprechen nackte Haut und geben sich tabulos. Aufgerüttelt durch den Freitod der Darstellerin Claudia Fielers blickt SNUFF (Richard R. Rimmel, BRD 1973–1976) hinter die Kulissen einer Sexfilmproduktion: Er beobachtet die Auswahl der Mädchen, zeigt, wie Menschen entwürdigt werden, und hört dem lamentierenden Regisseur Robert Furch zu, der lieber andere Filme drehen würde. Mit abgründigem Humor klagt SNUFF die industriell betriebene Ausschlachtung junger Frauenkörper, finanzieller Zwänge und falscher Hoffnungen an. "Auch wenn sein moralischer Zeigefinger (Kommentar: Carl Amery) gelegentlich übertrieben scheint, bleibt SNUFF eine Herausforderung: eine brutale, intelligente Reportage mit Raum zur Reflexion." (SZ, 8.12.1978)
Die Einführung besorgt der Filmhistoriker Philip Stiasny, der im Babylon auch die "Schrägen Film" mitorganisiert. In den Online-Archiven der Zeit gibt es zwei zeitgenössische Artikel über den Film: Aus der Porno-Maschinerie (1976) und Kinostart für Snuff (1978!). Auch der Spiegel berichtete dereinst.
Ein bewegtes und für die damalige deutsche Filmindustrie wohl auch bezeichnendes (Berufs-)Leben führte Regisseur Rimmel. Als Kameraassistent begann er bei Krautwestern mit Lex Barker und Freddy Quinn. Unter der Regie des Karl-May- und Edgar-Wallace-Veteranen Harald Reinl schoß er an der zweiten Kamera die reichlich obskure, von Peter Thomas mit swingendem Sound unterlegte Erich-von-Däniken-Verfilmung Erinnerungen an die Zukunft, um schließlich als Kameramann, Produzent und Regisseur dem deutschen Softsexfilm zur Seite zu stehen. (eine umgekehrte Bewegung machte im übrigen die deutsch-österreichische Produktionsgesellschaft Lisa Film: In den 70ern für derbe und anrüchige Ware zuständig, landete sie über den deutschen Blödelfilm der 80er wieder beim deutschen Biedersinn vom Schloss am Wörthersee.)
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