Gerade hat der ägyptische Film Microphone die "Goldene Tulpe" auf dem Filmfestival in Istanbul (Jurypräsidentin: Claire Denis) gewonnen. Dort habe ich ihn letzte Woche vor begeistertem Publikum sehen können und war selber mehr als nur angetan: Ein Film, der davon handelt, sich Technik und Hilfsmittel zum künstlerischen Selbstausdruck anzueignen und gegen ein verkrustetes Gesellschaftssystem zu rebellieren. Dazu passt die Form: Als erster Spielfilm komplett auf der Photokamera Canon 7D entstanden, nutzt er selbst die Techniken von Guerillakunst.
Der Film kam rund zwei Wochen vor der Revolution in Ägypten ins Kino - und ich für meinen Teil hatte das Gefühl, dass dieser Film ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis der Situation im Land unmittelbar vor diesem Ereignis ist.
Am 16.Mai bietet sich die Möglichkeit, den Film in Anwesenheit des Regisseurs in den Hackeschen Höfen zu sehen: Infos hier.
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19. April 2011
12. Februar 2011
Traces of Change in Egypt - Filmprogramm
Gerade reingekommen. Aufgrund der Entwicklung in Ägypten, die gestern mit dem Rücktritt Mubaraks noch eine weitere Wendung genommen haben, haben sich Irit von mec film und das Arsenal offenbar zu einem improvisierten Programm mit Filmen aus Ägypten entschlossen. Das ist doch etwas wofür ich hier sehr gerne werbe:
TRACES OF CHANGE IN EGYPT
Ein moderiertes Programm mit Kurzfilmen, Trailern und Videobriefen von unabhängigen Filmschaffenden aus Ägypten
Freitag, 18.2.2011 um 16.00h im Arsenal 2 (Filmhaus, Potsdamer Platz), freier Eintritt
Die aktuellen Erhebungen in Nordafrika haben viele Menschen hierzulande überrascht. Seit Wochen dominieren die Proteste in Ägypten die Nachrichten, die Dringlichkeit und die enorme Energie der Millionen Ägypterinnen und Ägypter, die sich an den Demonstrationen beteiligen, finden jedoch wenig Echo. Bis vor wenigen Wochen galten Tunesien und Ägypten als stabile Staaten, ihre Diktatoren waren zuverlässige Partner für die Regierungen in Europa und den USA und beide Länder sind beliebte Tourismusziele.
Die Bevölkerung jedoch erstickte seit Jahrzehnten unter den autoritären Regimen und in weiten Teilen der Gesellschaft war ein gewisser Stillstand zu spüren. In den letzten vier bis fünf Jahren hat sich allen Hindernissen zu Trotz eine unabhängige Filmszene in Ägypten entwickelt. Mit Hilfe digitaler Technologie versuchen immer mehr Regisseurinnen und Regisseure eigene Ausdrucksformen außerhalb der sehr kommerziellen staatlichen Filmindustrie und gegen die stetig steigende Repression zu finden.
In diesem ad hoc Programm zeigen wir, mit Unterstützung des Forum, Kurzfilme sowie Trailer von abendfüllenden unabhängigen ägyptischen Filmen. Sie geben einen Einblick in die Bandbreite politischer und ästhetischer Ansätze innerhalb dieser Filmszene und reflektieren wichtige Änderungen innerhlab der ägyptischen Filmindustrie. Zusätzlich werden Videobriefe gezeigt, die für das Berlinale-Publikum erstellt werden.
Alle Filmschaffenden, die sich an dem Programm beteiligen zählen sich zu der Demokratie-Bewegung.
Aufgrund der unvorhersehbaren Lage in Ägypten kann es zu kurzfristigen Änderungen des Programms kommen.
Programm Koordination: Irit Neidhardt, mec film
TRACES OF CHANGE IN EGYPT
Ein moderiertes Programm mit Kurzfilmen, Trailern und Videobriefen von unabhängigen Filmschaffenden aus Ägypten
Freitag, 18.2.2011 um 16.00h im Arsenal 2 (Filmhaus, Potsdamer Platz), freier Eintritt
Die aktuellen Erhebungen in Nordafrika haben viele Menschen hierzulande überrascht. Seit Wochen dominieren die Proteste in Ägypten die Nachrichten, die Dringlichkeit und die enorme Energie der Millionen Ägypterinnen und Ägypter, die sich an den Demonstrationen beteiligen, finden jedoch wenig Echo. Bis vor wenigen Wochen galten Tunesien und Ägypten als stabile Staaten, ihre Diktatoren waren zuverlässige Partner für die Regierungen in Europa und den USA und beide Länder sind beliebte Tourismusziele.
Die Bevölkerung jedoch erstickte seit Jahrzehnten unter den autoritären Regimen und in weiten Teilen der Gesellschaft war ein gewisser Stillstand zu spüren. In den letzten vier bis fünf Jahren hat sich allen Hindernissen zu Trotz eine unabhängige Filmszene in Ägypten entwickelt. Mit Hilfe digitaler Technologie versuchen immer mehr Regisseurinnen und Regisseure eigene Ausdrucksformen außerhalb der sehr kommerziellen staatlichen Filmindustrie und gegen die stetig steigende Repression zu finden.
In diesem ad hoc Programm zeigen wir, mit Unterstützung des Forum, Kurzfilme sowie Trailer von abendfüllenden unabhängigen ägyptischen Filmen. Sie geben einen Einblick in die Bandbreite politischer und ästhetischer Ansätze innerhalb dieser Filmszene und reflektieren wichtige Änderungen innerhlab der ägyptischen Filmindustrie. Zusätzlich werden Videobriefe gezeigt, die für das Berlinale-Publikum erstellt werden.
Alle Filmschaffenden, die sich an dem Programm beteiligen zählen sich zu der Demokratie-Bewegung.
Aufgrund der unvorhersehbaren Lage in Ägypten kann es zu kurzfristigen Änderungen des Programms kommen.
Programm Koordination: Irit Neidhardt, mec film
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Arsenal,
Berlinale 2011,
mec film
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