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11. November 2009

Eine Empfehlung: Edmond von Stuart Gordon.


Dass Stuart Gordon vor allem für seine Latex-/Gummi-Indie-Horrorfilme aus den 80ern bekannt ist, sollte einen nicht davon abhalten, Edmond zu sehen, der sich völlig überraschend als weitgehend übergangener Film von der Seite her als kleines Indie-Meisterwerk empfiehlt. Fast möchte ich mich hinreißen lassen und sagen: Was Taxi Driver für die 70er war, das könnte im Rückblick eines Tages Edmond für die 00er Jahre sein. Und William H. Macy muss man in diesem Film gesehen haben.

Der Trailer:



In Deutschland, natürlich, nicht greifbar, in den einschlägigen Berliner Videotheken (siehe links im Blog) aber sicher als Import-DVD erhältlich (in einer jedenfalls ganz gewiss).

3. Februar 2009

Neue DVDs

Am Freitag erscheint Heinz Emigholz' Architektenportrait Loos Ornamental bei Filmgalerie 451, dem wahrscheinlich wichtigsten Label für deutschsprachiges Kino. Der Film lief letztes Jahr im Forum und hat mir, auch wenn die Architektur wenige interessant ist als im Fall von Schindlers Häuser, durchaus gefallen. Auf der Berlinale ist, nebenbei bemerkt, ein neuer Emigholz zu sehen: Sense of Architecture, 168 Minuten Laufzeit. Hier ein etwas älterer, ausführlicher Text von Stefan Ripplinger zu Emigholz. Ebenfalls bei der Filmgalerie erscheint Michael Kliers Überall ist es besser, wo wir nicht sind.

Stuart Gordons Stuck dürfte ein kleiner, fießer Thriller sein und ich kann mir vorsetllen, dass er jede Menge Spaß macht. Am Donnerstag erscheint er zunächst im Verleih, ab 19. ist er im Verkauf erhältlich. Ein Kuriosum Stuck schon alleine deshalb dar, weil er als die erste Produktion der legendären britischen Horrorschmiede Amicus (seinerzeit der wichtigste Konkurrent der Hammer-Studios) seit fast 30 Jahren figuriert. Hier der Trailer:


Wer ganz dringend ganz viel kulturelles Kapital benötigt, der kommt daran nicht vorbei: Filmverlag der Autoren Edition. Eine 50-teilige DVD-Sammlung ist das und mit der macht sich, das müssen auch Leute wie ich, die den deutschen Autorenfilm lange Zeit weiträumig umfahren haben (inzwischen bin ich da etwas aufgeschlossener, von den 50 Filmen kenne ich aber trotzdem gerade einmal, ich traue es mich kaum zu sagen, jämmerliche sechs), das Label Arthaus außerordentlich verdient um die deutsche Filmgeschichte. Immerhin 22 der 50 Filme erscheinen erstmals auf DVD. Der Preis ist dementsprechend nicht von schlechten Eltern: zZ 373,99 Euro bei Amazon.

13. Dezember 2008

Stuart Gordons Dolls im Babylon.

Nach Abschluss der ereignisreichen Mexploitation-Reihe und vor der verdienten Weihnachts-/Silvesterpause machen sich die Freunde des schrägen Films im Kino Babylon/Mitte am kommenden Mittwoch um 22 Uhr ein kleines Geschenk und zeigen reihenunabhängig als eigenen Wunschfilm Stuart Gordons 1987 entstandenen Dolls. Die Vorführung von Gordons zuvor entstandener (äußerst freien) Lovecraft-Adaption From Beyond zählte (neben der des rundum unglaublichen Starcrash) mit zu den spaßigsten des laufenden Schräge-Filme-Jahrs im Babylon, auf ausgelassene Heiterkeit darf sich also eingestellt werden. Der Programmtext:

Eine Horrorfantasie: In einer stürmischen Nacht strandet die Familie der kleinen Judy im märchenhaften Haus eines Puppenmachers, wo zu später Stunde die Puppen lebendig werden und sich gar unartig aufführen. Es geht ziemlich blutig zu. Dem bereits eingespielten Team um Stuart Gordon und Brian Yuzna machte die Arbeit an „Dolls“ ganz offensichtlich viel Spaß, denn ihnen gelang ein kleines Meisterwerk. Stimmung, tolle Special Effects, Splatter, tiefschwarzer Humor. Das Richtige für einen ungemütlichen Winterabend.



Im übrigen lässt sich bereits leise ankündigen, dass es nach dem Jahreswechsel bei den "Freunden" recht britisch zugehen wird ...