23. November 2009

Programmhinweis: Filmische Erinnerungen des Holocaust

Das Symposium "Welchen der Steine du hebst: Filmische Erinnerungen des Holocaust", das vom 3. bis 5. Dezember an der Humboldt-Universität stattfindet, wird von einem umfangreichen Filmprogramm in den Hackeschen Höfen flankiert. Auch wenn das Gros der Reihe zur sicheren Seite strebt, kann man dort nicht nur den filmhistorischen Kanon (Resnais' "Nuit et Brouillard", Munks "Pasazerka", Sivans "Un spécialiste") wiedersehen, sondern auch Rares wie z.B. Harun Farockis dringend empfohlenen Stummfilm "Aufschub" oder Claude Lanzmanns Interviewfilm "Un vivant qui passe" entdecken, worin der Schweizer Offizier und Delegierte des Roten Kreuz Maurice Rossel, der 1943 in Ausübung seiner Tätigkeit das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, 1944 das KZ Theresienstadt besucht hatte, zu seinem damaligen - beschönigenden - Urteil Stellung bezieht.
Hinweise erbeten!

Kommentare:

Maximilian Linz hat gesagt…

In diesem Zusammenhang ein Hinweis auf einen krassen Vorfall in Hamburg, der offenbar auch einen Großteil der Presse sprachlos gemacht hat. Eine militante Gruppierung hat in Hamburg St.Pauli die Vorführung des Lanzmann-Films "Pourquoi Israel" verhindert.
Mehr auf Spiegelonline: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,661980,00.html
und spex.de
(via spex.de)

Thomas hat gesagt…

bzw. "jungle world" zeitnah zu dem skandalösen ereignis:

http://jungle-world.com/artikel/2009/45/39701.html

dumme kerle gibt's eben auch auf linker seite ...