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5. Mai 2012

Kurzhinweise: Griechenland, Südkorea, Serbien

Drei sehr interessante Filmreihen zum gegenwärtigen Weltkino haben die letzten Tage in Berlin begonnen:

Korean Cinema Today im Haus der Kulturen der Welt

7. April 2011

Karaoke von Chris Chong Chan Fui im Arsenal

Gesehen auf der vorletzten Viennale: ein junger Mann, seine Mutter, eine sanft angedeutete Romanze, Musikvideodrehs in langen, starren Einstellungen, Karaokeszenen, wenig Fiktion zwischen dokumentarischen, leicht verrätselten Bildern. Smells vielleicht etwas arg like Weerasethakul & Tsai Ming Liang, mir hatte der Film dennoch gefallen damals. Heute abend um 21:30 läuft der malaysische Film Karaoke im Arsenal.

1. Oktober 2010

Claire Denis im Arsenal

Wird eh bekannt sein, trotzdem ein kurzer Hinweis: Heute abend startet die Claire-Denis-Komplettretrospektive im Arsenal mit dem düsteren, ziemlich tollen White Material. Von den frühen, weniger gezeigten Werken empfehle ich hiermit S'en fout la mort, einen Hahnenkampffilm, der zwar im Transitraum beginnt und endet, sich dazwischen jedoch in seinen Schauplatz, eine heruntergekommene Spielhalle mit toller Lightshow, regelrecht verbeißt.

15. Juli 2010

Zwei Filme von Brillante Mendoza...

...starten heute in den Kinos: Lola und Kinatay. Damit ist das WM-Loch offiziell beendet. Für beide Filme gibt es von meiner Seite eine unbedingte Empfehlung. Siehe auch Ekkehard Knörer in der taz, das Videointerview auf cargo-online und das deutlich ausführlichere Printinterview in cargo 05.

28. Mai 2010

Miguel Gomes im Arsenal


Gestern begann im Arsenal eine Retrospektive der Filme des Portugesen Miguel Gomes. Wer den Eröffnungsfilm Aquele Querido Mês de Agosto verpasst hat, muss sich nict ärgern: Das dreistündige Doku/Fiktions-Diptych bekommt nächste Woche einen kleinen Kinostart. Aquele Querido Mês de Agosto ist in meinen Augen ziemlich eindeutig das schönste Werk in Gomes' bisheriger Filmografie. Sehr empfehlenswert sind jedoch auch einige Kurzfilme. Mein Favorit ist die durchgeknallte Franziskus-Fantasie Cântico das criaturas.
Einzig mit dem ersten Langfilm A cara que mereces bin ich auch nach zwei Versuchen nicht warm geworden. Aber selbst diese psychotische Märchenvariation hat ihre Verfechter, sowohl unter überbau-, als auch unter taz/cargo/perlentaucher-Autoren.

9. April 2010

Werkschau Lisandro Alonso im Arsenal


Ab heute im Arsenal: eine Werkschau der vier Filme des argentinischen Festivallieblings Lisandro Alonso. Zwei davon kenne ich: Los muertos ist eine beeindruckende Übung in Kino-Minimalismus. Ein Mann wird aus dem Gefängnis entlassen, bewegt sich durch den Raum, isst und trinkt, hat Sex, tötet ein Tier. Und fährt einmal in einem Boot über den Fluss, die Kamera bewegt sich in einem anderen neben ihm her. Nikolaus schreibt hier unter anderem darüber, wie sich der Film zur Narrativität, die man eben doch nicht so leicht über Bord geworfen bekommt, verhält.
Liverpool macht im Grunde dasselbe und übersetzt es lediglich in eine andere zivilisatorische Stufe, weiter weg von der Natur. Industriedampfer anstatt Ruderboote, Tiere werden nicht mehr von Hand, sondern mit der Falle getötet, der Sex wird zu seinem bloßen Versprechen in der Nachtclubshow. Und irgendwie werden die Bilder etwas zu schön, sie erstarren noch in der Bewegung, so frei, wie die Flussszene in Los muertos wird der Film nie. 2008 in Wien hatte mich der Film ziemlich enttäuscht, er ist mir aber seither sehr präsent geblieben, vielleicht muss ich ihm doch noch einmal eine Chance geben. Und auf La Libertad und Fantasma freue ich mich ohnehin.


26. November 2009

In 14 Filmen um die Welt

Zum dritten Mal findet ab morgen im Babylon Mitte das Festival "In 14 Filmen um die Welt" statt. Das Programm ist noch besser als in den letzten beiden Jahren. Höhepunkte: Abbas Kiarostamis Shirin, Ramin Bahranis Goodbye Solo, Romuald Karmakars Villalobos (schon gesehen: toller Film), Mamoru Oshiis The Sky Cralers, Kiyoshi Kurosawas Tokyo Sonata, Brillante Mendozas Kinatay. Geheimtipps könnten sein: Yorgos Lanthimos' Dogtooth und Mariano Llinas' Historias Extraordinarias. Außerdem bereits gesehen: Adrian Sitarus Hooked (sehr schöner Low-Budget Film), Albert Serras Birdsong (über den sollen andere streiten, ich fand ihn zumindest nicht ganz uninteressant) und Enrique Riveros Parque Via (von dem rate ich ab, es gibt aber auch genug Fürsprecher).
Also tatsächlich eine ganze Menge der Sorte Film, die von deutschen Kinoverleihern immer mehr links liegen gelassen wird: world cinema abseits der ganz großen Auteurs (wobei: Kiarostami?) und mit ästhtetischem Eigensinn. Als Warnung vorweg: Leider ist die Form der Präsentation weit weniger ambitioniert als die Programmauswahl. Die Filme werden wieder von größtenteils uninteressanten deutschen Regisseuren eingeführt, die, wie man letztes Jahr schmerzlich erfahren mussten, nur selten einen auch nur halbwegs sinnvollen Bezug zum Film herstellen können. Außerdem laufen vor dem Hauptprogramm wiederum deutsche Kurzfilme. Und letztes Jahr war jeder einzelne dieser Kurzfilme (soweit ich sie gesehen habe) ein unmittelbar einleuchtendes Plädoyer für die Schließung absolut aller staatlich geförderten Filmhochschulen dieses Landes.

5. November 2009

World Cinema Fund

Als Ergänzung zu Max: Hier der Link zum kompletten Programm des World Cinema Fund Spotlight:
http://www.berlinale.de/de/das_festival/world_cinema_fund/wcf_spotlight/WCF_Spotlight.html

Ich poste das nicht in den Kommentaren, weil ich an exponierterer Stelle auf den zweiten Pflichtfilm neben Independencia verweisen will: Paz Encinas meisterlich-minimalistischer Hamaca paraguaya.



Auch Faro habe ich als durchaus interessant in Erinnerung. Liverpool dagegen lohnt sich, wage ich zu behaupten, nicht wirklich. Es gibt aber, das soll nicht verschwiegen werden, nicht wenige, die das anders sehen.

13. März 2009

Ankündigung zur Vorfreude: Apichatpong Weerasethakul im Arsenal.

Nur schon einmal durchgereicht: Das Arsenal bringt im April eine komplette Retrospektive mit den Werken des thailändischen Autorenfilmer Apichatpong Weerasethakul, die auch dessen zahlreichen Kurzfilme umfasst. Der Regisseur wird zur Eröffnung der Reihe anwesend sein. Details und Termine dann im kommenden Monatsprogramm des Kinos und ab Ende März wohl auch auf dessen Website.

Quelle: Presseankündigung des Kinos.


(aus Phantoms of Nabua, online hier)

15. Februar 2009

Forumswiederholungen im Kino Arsenal.

Das Kino Arsenal wiederholt in den Tagen nach der Berlinale nochmals einige Filme aus dem aktuellen Forumsjahrgang. Hier die Termine.

Empfehlungen: Beeswax von Andrew Bujalski (hier ein Videointerview) und der knapp vierstündige, aber ziemlich kurzweilige Love Exposure von Sion Sono.

4. Dezember 2008

Werkstatt der Kulturen mit Donnerstagskino.

Zumindest einen allgemeinen Hinweis wert ist das Kinoprogramm in der Werkstatt der Kulturen, für das derzeit in der Stadt auch einige Plakatreklame gemacht wird. Jeden Donnerstag werden dort - bei freiem Eintritt! - Filme aus Bollywood, Nollywood und anderen Regionen der Welt gezeigt. Das Programm selbst kann ich zwar nicht kommentieren, da mir die Filme unbekannt sind, aber immerhin bietet sich die seltene Möglichkeit zu Einblicken in das wildwuchernde nigerianische Kino.