Die Türkische Filmwoche Berlin wurde bereits gestern eröffnet und läuft noch bis zum 29.4. Dieses Jahr findet sie nicht mehr im Babylon Kreuzberg und im Broadway statt, sondern im UCI Colloseum sowie im Türkischen Haus an der Urania. Ich kenne bislang nur zwei Filme: Ceylans großartigen Bir zamanlar Anadoluda und den netten Kurtuluş Son Durak.
Einen besonderen Hinweis verdienen zwei Vorstellungen heute Nachmittag / Abend: Im Colloseum sind zwei Filme von Ömer Lütfi Akad zu sehen, einem der Meisterregisseure (und durchaus auch einem der Kinopioniere, obwohl sein erster Film aus dem Jahr 1948 stammt) der Türkei. Ich weiß leider nicht, ob die Filme von Celluloid vorgeführt werden; allerdings sollte allein die Gelegenheit, sie untertitelt sehen zu können, den Weg in den Prenzlauer Berg Wert sein.
Nachtrag von Thomas: Ich kann noch den Film Press empfehlen, über den ich hier ein bisschen was geschrieben habe.
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20. April 2012
Türkische Filmwoche Berlin / Ömer Lütfi Akad
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7. April 2012
2. Berliner Musikfilm-Marathon.
Schnell durchgereicht: Am 10. April beginnt der 2. Musikfilm-Marathon in Berlin. Das Programm sieht sehr vielversprechend aus.
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26. Oktober 2011
Asian Film Festival & Pornfilmfestival
Heute beginnen in Berlin gleich zwei Festivals.
Das "Asian Film Festival" hieß früher "Asian Women's Film Festival" und fand im Arsenal statt, unter neuem Namen hat es jetzt im Haus der Kulturen der Welt seinen Platz gefunden. Unbedingt empfehlenswert ist Ann Huis toller All About Love, über den ich hier ein paar Worte verliere.
Das Pornfilmfestival findet derweil im Moviemento statt. Ein paar Filme aus dem Prgoramm kenne ich schon, The Terrorists und Madame X sind äußerst sehenswert, von Gandu und dem Eröffnungsfilm Man at Bath würde ich eher abraten.
Das "Asian Film Festival" hieß früher "Asian Women's Film Festival" und fand im Arsenal statt, unter neuem Namen hat es jetzt im Haus der Kulturen der Welt seinen Platz gefunden. Unbedingt empfehlenswert ist Ann Huis toller All About Love, über den ich hier ein paar Worte verliere.
Das Pornfilmfestival findet derweil im Moviemento statt. Ein paar Filme aus dem Prgoramm kenne ich schon, The Terrorists und Madame X sind äußerst sehenswert, von Gandu und dem Eröffnungsfilm Man at Bath würde ich eher abraten.
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8. September 2011
Asian Hot Shots 2011
Nach einer crowd-sourcing-Kampagne diesen Sommer erlebt das unbedingt empfehlenswerte Asian Hot Shots Festival ab Morgen im Babylon Kreuzberg seine vierte Auflage. Hier schreibe ich über einige Höhepunkte. Sehenswert sind neben den im Text erwähnten Filmen auf jeden Fall auch Insects in My Backyard, ein außergewöhnlich erzähltes Drama aus Thailand und Rakenrol, ein sympathischer Spielfilm über die philippinische Musikszene.
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7. März 2011
Das Asian Hot Shots Festival braucht Hilfe
Das Asian Hot Shots Festival bietet seit drei Jahren dem jungen, unabhängigen Kino Asiens eine nicht nur in Berlin einmalige Bühne. Ich habe dort Jahr für Jahr genau die großartigen Entdeckungen gemacht, die mir das Forum der Berlinale mehr und mehr vorenthält und mich auch außerhalb der eigentlichen Filmvorführungen stets sehr wohl gefühlt. Aktuell befindet sich das Festival in einer schwierigen finanziellen Situation und hat einen Spendenaufruf gestartet, dem ich mich ohne Vorbehalte anschließen möchte.
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27. November 2010
In 14 Filmen um die Welt
Gestern ist die neue Ausgabe dieses - bei allen Vorbehalten gegenüber Rahmenprogramm und Eventgelärme - verdienstvollen Minifestivals gestartet. Auf den ersten Blick sind dieses Jahr etwas weniger klangvolle Namen mit dabei, aber das muss ja nichts schlechtes sein. Heute abend läuft unter anderem Andrei Ujicas Autobiografia Lui Nicolae Ceausescu. Empfohlen sei Walhalla Rising, der zum ersten Mal morgen Abend zu sehen sein wird. Schön: Ne change rien (Pedro Costa). Ganz okay: Im Alter von Ellen (Pia Marais). Eher nicht: Dennis Cotes Curling, wobei die Tatsache, dass Thomas Arslan in den Film einführt, ein Hinweis darauf sein könnte, dass ich da falsch liege.
Ansonsten sicher lohnenswert: Of Time and the City, Silent Souls, Mundane History.
Ansonsten sicher lohnenswert: Of Time and the City, Silent Souls, Mundane History.
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16. September 2010
Filmfest Oldenburg kooperiert mit MUBI
Ein interessantes Experiment versucht dieses Jahr das gestern gestartete Filmfest Oldenburg. Einige Filme des Programms werden, so kündigt es zumindest eine Pressemitteilung an, auf der cinephilen Internetplattform MUBI (früher und jetzt immer noch ein bisschen, so richtig verstehe ich das noch nicht: theauteurs) kostenfrei anschaubar sein. Allerdings nur für jeweils 300 Zuschauer. Wie das genau funktioniert, habe ich noch nicht herausgefunden, eventuell sorgt MUBIs Geoblocking dafür, dass man auf einen Teil der Filme nur aus den USA zugreifen kann. Das würde das bislang magere Angebot auf der Website erklären. Vielleicht werden die Filme aber auch erst nach und nach freigeschalten.
So oder so ist das ein interessanter Versuch, Filmfestival und Internet zu verbinden. Thomas hatte hier Anfang des Jahres etwas über einen anderen derartigen Versuch geschrieben. Ich bleibe erst einmal skeptisch, auch, weil die Oldenburg-Kooperation möglicherweise etwas damit zu tun haben dürfte, dass die Zukunft des Festivals wegen Mittelkürzungen in Gefahr ist und dass die ganze Unternehmung vielleicht doch eher ein Schritt hinaus aus dem Kino denn einer hinein ins Internet ist. Ich hoffe natürlich auf das Gegenteil und man darf auf jeden Fall trotzdem gespannt sein, was da noch so alles passiert. Und Radley Metzger, von dem man bereits jetzt zwei Filme sehen darf, ist sowieso toll.
Update: Auch vom Londoner Alpha-ville-Festival gibt es Kostproben auf MUBI.
So oder so ist das ein interessanter Versuch, Filmfestival und Internet zu verbinden. Thomas hatte hier Anfang des Jahres etwas über einen anderen derartigen Versuch geschrieben. Ich bleibe erst einmal skeptisch, auch, weil die Oldenburg-Kooperation möglicherweise etwas damit zu tun haben dürfte, dass die Zukunft des Festivals wegen Mittelkürzungen in Gefahr ist und dass die ganze Unternehmung vielleicht doch eher ein Schritt hinaus aus dem Kino denn einer hinein ins Internet ist. Ich hoffe natürlich auf das Gegenteil und man darf auf jeden Fall trotzdem gespannt sein, was da noch so alles passiert. Und Radley Metzger, von dem man bereits jetzt zwei Filme sehen darf, ist sowieso toll.
Update: Auch vom Londoner Alpha-ville-Festival gibt es Kostproben auf MUBI.
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19. Mai 2010
Globale Programm online

Das Programm zur diesjährigen zehnten Ausgabe der Globale ist online. Es ist diesmal ziemlich viel ziemlich empfehlenswertes dabei. Deshalb hab ich hier mal eine Zusammenstellung dessen versucht, was mir sehenswert erscheint...
29. April 2010
Kurzfilmtage Oberhausen 29.4.-4.5.2010
Heute beginnt in Oberhausen Deutschlands wohl bekanntestes Kurzfilmfestival, die Kurzfilmtage.
Aus dem diesjährigen Programm sei besonders auf eine von Mariann Lewinsky und Eric de Kuyper kuratierte Reihe von Programmen hingewiesen, die sich unter dem Titel "Vom Meeresgrund: Das Experiment Film 1898-1918" kurzen Filmen des Frühen Films widmen.
30.4.: 12:30h Lichtburg "Sensation Bewegung, Dimension Zeit, Präsenz der Absenz"
20h Gloria "Les Mytères du méta"
1.5.: 12:30h Gloria "Farbe und Schwarzweiß"
20h Gloria "1.Mai: Tag der Arbeit"
2.5.: 12:30h Gloria "Alles sehen, alles hören: Ein Panorama"
22:30h Lichtburg "Witz gibt Freiheit und Freiheit gibt Witz"
3.5.: 12:30h Gloria "Marcel (ne) vas (pas) au cinéma".
20h Gloria "Attraktion Distruktion - A Cinema of Distruction"
4.5.:
12:30h Gloria "Räume"
17h Lichtburg "Programm=Publikum".
Alle Programme werden von Donald Sosin musikalisch begleitet.
Aus dem diesjährigen Programm sei besonders auf eine von Mariann Lewinsky und Eric de Kuyper kuratierte Reihe von Programmen hingewiesen, die sich unter dem Titel "Vom Meeresgrund: Das Experiment Film 1898-1918" kurzen Filmen des Frühen Films widmen.
30.4.: 12:30h Lichtburg "Sensation Bewegung, Dimension Zeit, Präsenz der Absenz"
20h Gloria "Les Mytères du méta"
1.5.: 12:30h Gloria "Farbe und Schwarzweiß"
20h Gloria "1.Mai: Tag der Arbeit"
2.5.: 12:30h Gloria "Alles sehen, alles hören: Ein Panorama"
22:30h Lichtburg "Witz gibt Freiheit und Freiheit gibt Witz"
3.5.: 12:30h Gloria "Marcel (ne) vas (pas) au cinéma".
20h Gloria "Attraktion Distruktion - A Cinema of Distruction"
4.5.:
12:30h Gloria "Räume"
17h Lichtburg "Programm=Publikum".
Alle Programme werden von Donald Sosin musikalisch begleitet.
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11. Februar 2010
Über die Berlinale...
...wird ja eigentlich genug geschrieben. Ich weiß nicht, ob Überbau da auch etwas dazu beitragen wird. Ich zumindest werde keine Zeit finden.
Statt dessen schreibe ich mit Überbau-Kollege Thomas, Ekkehard Knörer und Thekla Dannenberg im Perlentaucher-Blog, das heute mit Attacken auf Kosslick (Ekkehard, scharf) und Terhechte (ich, nicht ganz so scharf) eröffnet wurde. Da gibt es außerdem eine Linkliste zu den üblichen Verdächtigen, die hier nicht alle noch einmal aufgeführt werden müssen.
---
Einen gesonderten Hinweis verdient noch einmal Thomas' Blog, das auch dieses Jahr wieder unter "Berlinale-Ticker" lesenswertes aus aller Welt zum Festival versammelt.
---
Sonst noch etwas? Naja, twitter vielleicht...
Statt dessen schreibe ich mit Überbau-Kollege Thomas, Ekkehard Knörer und Thekla Dannenberg im Perlentaucher-Blog, das heute mit Attacken auf Kosslick (Ekkehard, scharf) und Terhechte (ich, nicht ganz so scharf) eröffnet wurde. Da gibt es außerdem eine Linkliste zu den üblichen Verdächtigen, die hier nicht alle noch einmal aufgeführt werden müssen.
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Einen gesonderten Hinweis verdient noch einmal Thomas' Blog, das auch dieses Jahr wieder unter "Berlinale-Ticker" lesenswertes aus aller Welt zum Festival versammelt.
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Sonst noch etwas? Naja, twitter vielleicht...
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1. Dezember 2009
Kiarostamis "Shirin": Eine Empfehlung
Abbas Kiarostamis großartiger Shirin besticht vorweg durch seine reduzierte Form. 113 Frauen, mit der Ausnahme Juliette Binoches sämtlich iranische Schauspielerinnen, sitzen in einem Kino und sehen die (fiktive) Verfilmung eines persischen Epos aus dem 13. Jahrhundert, das im Iran dem Vernehmen nach große Bekanntheit genießt. Formal heißt das: 113 Frauengesichter, deren Züge, vom flackernden Widerschein der Leinwand modelliert, auf- und abtauchen, eingefasst in nahe, unbewegte Einstellungen, die gerade so viel Abstand zu ihrem Gegenstand wahren, dass dieser sich nicht als vereinzelter an die Stelle des Ganzen zu setzen vermag: unaufhörlich macht sich die dunkle Präsenz anderer Zuschauer, von Frauen und Männern, von den Rändern her bemerkbar, weshalb die Gesichter selbst da, wo sie, entrückt wie Maria Falconetti, ganz dem Licht hingegeben sind, nie aus der Gesellschaft heraustreten, der sie entnommen sind.
Der erste Eindruck ist ein anderer. Oft schmiegen sich die Kopftücher wie Vorhänge an Wangen und Stirn, dabei das Ausschnitthafte der Gesichter, ihre Ähnlichkeit mit einer Leinwand hervorkehrend: Ein Affektbild ist eine Großaufnahme, und eine Großaufnahme ist ein Gesicht. Deleuzes bei Eisenstein entlehntes Diktum, wonach die Großaufnahme „eine affektive Lesart des gesamten Films“ gebe, nimmt Kiarostami beim Wort: Das Melodrama um die unglückliche Liebe der armenischen Prinzessin Shirin fällt hier mit einem spielfilmlangen Syntagma reflektierender Gesichter zusammen. Während die Bewegungslosigkeit des Gesichts bei Deleuze als Voraussetzung dafür gilt, dass es zum Schauplatz affektiver Mikrobewegungen werden kann, lassen sich die Zuschauerinnen von Shirin nicht ohne weiteres still stellen. Anstatt das Geschehen auf der Leinwand affektiv zu spiegeln, es mit anderen Worten in reinen Affekt zu überführen, nehmen die Frauen dann und wann Abstand, um sich zur Geschichte zu verhalten. Wenn eine Kinobesucherin beschließt, im Angesicht einer hörbar exzessiven Schlachtszene den Blick zu senken, betont ihr Spiel das Intentionale dieser Geste. Ebenso sehr wie um den affektiven Bann geht es um dessen Unterbrechung, genauer: um die subtilen Akte der Aneignung und Verweigerung, die im Intervall nisten. Eine Frau zupft an ihrem Schal, eine andere wendet sich für einen Augenblick ihrem Hintermann zu, wieder eine andere lächelt, ganz bei sich, über etwas, das vermutlich nichts mit dem Film zu tun hat. Doch Shirin geht weiter: Noch da, wo die kritische Distanz kollabiert, wo mit den Tränen ein Moment der unwillkürlichen Hingabe Einzug hält, ist diese ans Gesellschaftliche zurückgebunden. Denn was hier mimetisch anverwandelt wird, ist Shirins der Staatsräson trotzende Liebe: eine politische Kraft.
Nächsten Samstag um 18:00 ist Shirin ein zweites und letztes Mal im Rahmen der Reihe In 14 Filmen um die Welt im Babylon Mitte zu sehen.
Der erste Eindruck ist ein anderer. Oft schmiegen sich die Kopftücher wie Vorhänge an Wangen und Stirn, dabei das Ausschnitthafte der Gesichter, ihre Ähnlichkeit mit einer Leinwand hervorkehrend: Ein Affektbild ist eine Großaufnahme, und eine Großaufnahme ist ein Gesicht. Deleuzes bei Eisenstein entlehntes Diktum, wonach die Großaufnahme „eine affektive Lesart des gesamten Films“ gebe, nimmt Kiarostami beim Wort: Das Melodrama um die unglückliche Liebe der armenischen Prinzessin Shirin fällt hier mit einem spielfilmlangen Syntagma reflektierender Gesichter zusammen. Während die Bewegungslosigkeit des Gesichts bei Deleuze als Voraussetzung dafür gilt, dass es zum Schauplatz affektiver Mikrobewegungen werden kann, lassen sich die Zuschauerinnen von Shirin nicht ohne weiteres still stellen. Anstatt das Geschehen auf der Leinwand affektiv zu spiegeln, es mit anderen Worten in reinen Affekt zu überführen, nehmen die Frauen dann und wann Abstand, um sich zur Geschichte zu verhalten. Wenn eine Kinobesucherin beschließt, im Angesicht einer hörbar exzessiven Schlachtszene den Blick zu senken, betont ihr Spiel das Intentionale dieser Geste. Ebenso sehr wie um den affektiven Bann geht es um dessen Unterbrechung, genauer: um die subtilen Akte der Aneignung und Verweigerung, die im Intervall nisten. Eine Frau zupft an ihrem Schal, eine andere wendet sich für einen Augenblick ihrem Hintermann zu, wieder eine andere lächelt, ganz bei sich, über etwas, das vermutlich nichts mit dem Film zu tun hat. Doch Shirin geht weiter: Noch da, wo die kritische Distanz kollabiert, wo mit den Tränen ein Moment der unwillkürlichen Hingabe Einzug hält, ist diese ans Gesellschaftliche zurückgebunden. Denn was hier mimetisch anverwandelt wird, ist Shirins der Staatsräson trotzende Liebe: eine politische Kraft.
Nächsten Samstag um 18:00 ist Shirin ein zweites und letztes Mal im Rahmen der Reihe In 14 Filmen um die Welt im Babylon Mitte zu sehen.
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19. August 2009
Fantasy Filmfest 2009
Gestern lief der Eröffnungsfilm, heute geht es richtig los. Da immer weniger Horror-, oder allgemeiner etwas dreckigere Genrefilme regulär ins Kino kommen (ganz zu schweigen von asiatischem Kino), ist das Fantasy Filmfest trotz der heftigen Ticketpreise unersetzlich. Leider bin ich nur in der ersten Festivalhälfte im Lande. Ich kenne drei Filme aus dem Programm. Unbedingt empfehlen kann ich Bertrand Taveniers In the Electric Mist, ein chandleresker Südstaatenthriller mit Tommy Lee Jones. Wunderbar erzählt, auch sonst einer der besten Filme des Jahres bislang und vor allem: ein Film fürs Kino.
In drei Tagen bist Du tot 2 habe ich in Graz gesehen. Den Vorgänger kenne ich nicht, aber Seriennummer 2 des österreichischen Slasher-Franchises ist eine sehr stylische Texas Chainsaw Massacre-Version in einem abgelegenen Alpendorf. Mir hat der Film durchaus gefallen.
Schließlich noch Hongkonghandwerk: Shinjuku Incident ist Jackie Chans düsterster Film seit Menschengedenken und verlegt einen typischen Triadenplot ins japanische Yakuzaland. So richtig umwerfend ist das alles nicht, aber auch heuteist in Hongkong noch genug filmindustrielles Kapital vorhanden, um auch ein derartiges Allerweltsprojekt irgendwie sehenswert zu machen.
Weiterhin: Dario Argentos Giallo, John Woos Red Cliff (der, Gott sei's geklagt, in diesem fürchterlichen Kinoland noch immer keinen offiziellen Starttermin hat), Mamoru Oshiis The Sky Crawlers, Dante Lams The Sniper, Park Chan-wooks Thirst und einiges mehr.
In drei Tagen bist Du tot 2 habe ich in Graz gesehen. Den Vorgänger kenne ich nicht, aber Seriennummer 2 des österreichischen Slasher-Franchises ist eine sehr stylische Texas Chainsaw Massacre-Version in einem abgelegenen Alpendorf. Mir hat der Film durchaus gefallen.
Schließlich noch Hongkonghandwerk: Shinjuku Incident ist Jackie Chans düsterster Film seit Menschengedenken und verlegt einen typischen Triadenplot ins japanische Yakuzaland. So richtig umwerfend ist das alles nicht, aber auch heuteist in Hongkong noch genug filmindustrielles Kapital vorhanden, um auch ein derartiges Allerweltsprojekt irgendwie sehenswert zu machen.
Weiterhin: Dario Argentos Giallo, John Woos Red Cliff (der, Gott sei's geklagt, in diesem fürchterlichen Kinoland noch immer keinen offiziellen Starttermin hat), Mamoru Oshiis The Sky Crawlers, Dante Lams The Sniper, Park Chan-wooks Thirst und einiges mehr.
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11. Mai 2009
Nicht DVD aber auch nicht Kino
Dokumentarfilme und gerade die kürzeren Vertreter_innen der Gattung fallen oft durch alle Raster. Um so erfreulicher, dass sich das Dokfilmfest Leipzig und eine ganze Anzahl weiterer Festivals sich nu zusammengetan haben und eine wohl als wachsend gedachte Anzahl von Filmen zum Download gegen kleines Geld anbieten. Hübsch das. Nicht umsonst, aber dafür kriegt man Sachen, an die man nicht immer ganz so leicht leicht rankommt.
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18. April 2009
Achtung Berlin
Um der Chronistenpflicht genüge zu tun ein kleiner Hinweis auf ein Festival im Kino Babylon Mitte, das mir bislang stets ziemlich uninteressant (um nicht zu sagen komplett überflüssig) erschienen ist: achtung berlin – new berlin film award läuft schon seit dem 15. und noch bis zum 22. Gezeigt werden Produkitonen aus und über Berlin, auch dieses Jahr sieht das Programm nicht unbedingt umwerfen aus - zugegebenermaßen sagen mir aber auch die allermeisten Namen gar nichts. Immerhin die Retrospektive „BERLIN NEU(N) NULL“ über DEFA-Wendefilme könnte einen Blick wert sein.
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9. März 2009
Linktipp: Festiwelt Berlin.
Eine praktische Auflistung von Filmfestivals in Berlin in chronologischer Reihenfolge und mit wichtigsten Informationen. Schließlich gibt's auch ein Leben abseits der Berlinale.
13. Januar 2009
Asian Hot Shots Festival

Ebenfalls Cargo ist der Hinweis auf die zweite Ausgabe des Asian Hot Shots Festivals im Berliner Kino Babylon zu verdanken. Wie bereits im letzten Jahr besteht das Programm hauptsächlich aus digital gedrehten Independent-Streifen und ist - ebenfalls wie im letzten Jahr - äußerst dicht programmiert.
Ein Schwerpunkt stellt dieses Jahr das indonesische Kino dar, das hierzulande noch so gut wie überhaupt nicht rezipiert wird. Zusätzlich zu neuen Independentproduktionen zeigt das Festival hier auch eine Retrospektive klassischer Martial-Arts-Filme. Aufgrund der sparsamen Programmtexte und der Tatsache, dass auch im Internet (zumindest in mir bekannten Sprachen) zu den meisten Filmen wenig bis gar keine Informationen verfügbar sind, ist man für den eigenen Kinobesuch auf Insiderinformationen (her damit!) oder auf die eigene Intuition angewiesen.
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5. Januar 2009
Festival des gescheiterten Films
Noch einmal das Babylon: Ab heute läuft dort das "Festival des gescheiterten Films", und zwar scheinbar bereits schon zum vierten Mal. Ich selber bin mit dieser Veranstaltung noch nie in Kontakt gekommen und werde aus ihrer Website auch nicht wirklich schlau (vielleicht könnte man angesichts der Tatsache, dass die Veranstalter Scheitern sehr emphatisch positiv besetzt sehen wollen, gefahrlos davon sprechen, dass auch der Webauftritt gescheitert ist und zwar nicht nur in technischer Hinsicht).
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