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5. November 2012

Arsenal: Ruy Guerra / Kino und Dekolonisierung

Gleich noch ein Hinweis aufs Arsenalprogramm: Heute macht die Hong-Retro Pause, dafür kann man zwei rare Filme von Ruy Guerra sehen, den ich nur als Cinema-Novo-Gründungsvater kenne (Os fuzis ist sein frühes Meistwerk), der jedoch eigentlich aus Mosambik stammt und dort 1979 einen Film gemacht hat. Mueda, memoria e massacre läuft um 19:30, um 21:30 folgt dann die ein Jahr vorher entstandene brasilianische Produktion A queda. Beide sind Teil einer kleinen Reihe zu Kino und Dekolonisierung, die im Rahmen des "living archive"-Projekts präsentiert und noch bis Ende des Monats fortgesetzt wird. Und die wieder einmal zeigt, was für Schätze im Archiv der Freunde der deutschen Kinemathek verborgen liegen.

Mozambique by Bob Dylan on Grooveshark

7. Juni 2010

De Andrade & Substitute


Wieder einmal ein etwas verspäteter Hinweis, der sich allerdings auf Filme bezieht, die man den überbau-Lesern nicht vorenthalten möchte... Der cinema-novo-Regisseur Joaquim Pedro de Andrade wird derzeit mit einer Komplettretrospektive im Arsenal geehrt. Alle Filme werden digital projiziert, da Analogkopien größtenteils nicht mehr verfügbar sind und die Witwe des Regisseurs unlängst das Gesamtwerk am Computer restauriert hat. Ein wenig ambivalent betrachte ich als Materialfetischist derartige Vorgehensweisen natürlich immer noch, aber in diesem Fall muss man wohl sagen, dass die Digitalisierung dem drohenden Komplettverlust auf jeden Fall vorzuziehen ist. Und was ich bislang gesehen habe, sieht restaurationstechnisch auch sehr gut aus. Und die Filme selbst? Zwar war ich von den beiden Filmen, die ich in der Pressevorführung sehen konnte (The Brazilwood Man und Vereda Tropical) nicht allzu angetan, aber wenigstens den jodorowskyesquen Macunaima muss man einfach gesehen haben. Sehr interessant dürfte auch die Fußballdoku Garrincha - Joy of the People sein, die ist morgen zu sehen.
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Passend dazu noch ein Hinweis auf den Verleihstart von Substitute, Fred Poulets Film über Vikash Dhorasoo, einen französischen Fußballspieler, der in der WM 2006 genau zwölf Minuten zum Einsatz kam. Ein schöner, kleiner Film über gekränkte Eitelkeiten und das Innenleben moderner Großereignisse im Profisport.