Die Türkische Filmwoche Berlin wurde bereits gestern eröffnet und läuft noch bis zum 29.4. Dieses Jahr findet sie nicht mehr im Babylon Kreuzberg und im Broadway statt, sondern im UCI Colloseum sowie im Türkischen Haus an der Urania. Ich kenne bislang nur zwei Filme: Ceylans großartigen Bir zamanlar Anadoluda und den netten Kurtuluş Son Durak.
Einen besonderen Hinweis verdienen zwei Vorstellungen heute Nachmittag / Abend: Im Colloseum sind zwei Filme von Ömer Lütfi Akad zu sehen, einem der Meisterregisseure (und durchaus auch einem der Kinopioniere, obwohl sein erster Film aus dem Jahr 1948 stammt) der Türkei. Ich weiß leider nicht, ob die Filme von Celluloid vorgeführt werden; allerdings sollte allein die Gelegenheit, sie untertitelt sehen zu können, den Weg in den Prenzlauer Berg Wert sein.
Nachtrag von Thomas: Ich kann noch den Film Press empfehlen, über den ich hier ein bisschen was geschrieben habe.
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20. April 2012
Türkische Filmwoche Berlin / Ömer Lütfi Akad
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3. Juni 2010
Türkische Filmwoche
Ab heute im Broadway, im Babylon Kreuzberg und im Cinema Paris: die türkische Filmwoche. Das Programm verschafft einen Überblick über das sehr vitale türkische Filmschaffen im Arthaus- und höher budgetierten Independentsektor. Wenn die taz meint, das junge türkische Kino kümmere sich zu wenig um die "moderne Türkei" und drehe nur irgendwelche Dorffilme, dann kann sie das gerne meinen und sich wahrscheinlich nach hippem Schrott wie Kutlug Atamans Zwei Mädchen aus Istanbul zurück sehen. Wer sich auch nur ein wenig auskennt (zum Beispiel mit der Bevölkerungsstruktur der Türkei, die immer noch sehr ländlich geprägt ist), weiß es besser... Empfehlen kann ich Men on the Bridge und den Berlinale-Sieger Bal (der aber mit Sicherheit auch noch einen regulären Start erhält). Nicht gefallen hat mir Kosmos. Sehr gerne sehen würde ich Cagan Irmaks neuen Film Karanliktakiler (In der Dunkelheit). Irmak ist einer der dreistesten Melodramatiker des Gegenwartskinos. Von seinem Talent kann man sich auch in einem zweiten, etwas älteren Film überzeugen, den das Festival präsentiert: Babam ve Oglum (Vater und Sohn). Einen guten Ruf hat außerdem Bornova von Inan Temelkuran.
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26. März 2009
7. türkische Filmwoche
In den charlottenburger Kinos Broadway und Delphi sowie im kreuzberger Babylon findet ab heute die 7. türkische Filmwoche statt. Gezeigt werden aktuelle türkische Produktionen, hauptsächlich Spielfilme. Aus dem Programm kenne ich Nuri Bilge Ceylans Üç Maymun und Hayat var, der auf der Berlinale zu sehen war. Beide Filme haben durchaus einige Probleme, sind aber insgesamt doch sehenswert. Auch ansonsten werden mit Sicherheit interessante Filme zu sehen sein. Çağan Irmak beispielsweise, der Regisseur von Issız Adam, gehört zu den erfolgreichsten des Landes und hat 2005 mit Babam ve Oğlum bewiesen, dass er mit allen melodramatischen Wassern gewaschen ist. Das hier sieht so aus, als könne er den Beweis gleich noch einmal erbringen:
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5. Dezember 2008
Filmreihe zum türkischen Kino im Arsenal
Heute startet im Arsenal eine äußerst interessante Filmreihe zum türkischen Kino.
Vom Eröffnungsfilm Üc maymun (man entschuldige die fehlenden Sonderzeichen) möchte ich zwar gleich abraten, ansonsten verspricht das Programm viele Entdeckungen. Ein Höhepunkt stellt Yilmaz Güneys Umut dar. Der mit erkennbar geringem Büdget produzierte Film gilt als erstes Mesiterwerk seines Regisseurs (und wurde, im Gegensatz zu beispielsweise Sürü oder Yol von ihm vor Ort, nicht aus dem Gefängnis heraus, inszeniert). Bekannt sind mir darüber hinaus zwei Filme: Bes vakit ist solides Festivalkino, vom Gutmenschenfilm Bulutlari beklerken sollte man lieber die Finger lassen.
Außerdem wurden mir von zuverlässiger Seite einige weitere Filme ans Herz gelegt: Ceylans Mayis sikintisi, die 80-er-Jahre-Komödien Zügürt aga und Muhsin bey sowie Serif Görens Almanya aci vatan, dessen Titel (übersetzt: "Deutschland bittere Heimat") in der Türkei zum (ironischen) geflügelten Wort avanciert ist.
Umut ist vollständig auf Youtube zu sehen. Hier Teil 1 (sans subtitles):
Vom Eröffnungsfilm Üc maymun (man entschuldige die fehlenden Sonderzeichen) möchte ich zwar gleich abraten, ansonsten verspricht das Programm viele Entdeckungen. Ein Höhepunkt stellt Yilmaz Güneys Umut dar. Der mit erkennbar geringem Büdget produzierte Film gilt als erstes Mesiterwerk seines Regisseurs (und wurde, im Gegensatz zu beispielsweise Sürü oder Yol von ihm vor Ort, nicht aus dem Gefängnis heraus, inszeniert). Bekannt sind mir darüber hinaus zwei Filme: Bes vakit ist solides Festivalkino, vom Gutmenschenfilm Bulutlari beklerken sollte man lieber die Finger lassen.
Außerdem wurden mir von zuverlässiger Seite einige weitere Filme ans Herz gelegt: Ceylans Mayis sikintisi, die 80-er-Jahre-Komödien Zügürt aga und Muhsin bey sowie Serif Görens Almanya aci vatan, dessen Titel (übersetzt: "Deutschland bittere Heimat") in der Türkei zum (ironischen) geflügelten Wort avanciert ist.
Umut ist vollständig auf Youtube zu sehen. Hier Teil 1 (sans subtitles):
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