Posts mit dem Label neuer deutscher Film werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label neuer deutscher Film werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

16. Juni 2012

Chapeau Claque im Regenbogenkino

Im Regenbogenkino, dessen erratisches Programm zwischen langen Durststrecken immer wieder kleine Perlen birgt, habe ich gestern Ulrich Schamonis Chapeau Claque gesehen, einen wunderbar verschrobenen Film: Schamoni selbst spielt einen Privatier und Hutfabrikantensohn, der vom Unternehmertum nur dessen Lebensweisheiten (und vielleicht ein wenig Arroganz) behalten hat, ständig Bademäntel trägt und fast den ganzen Film über monologisiert. Anna Henkel, die 1993 Herbert Grönemeyer heiratete, quartiert sich bei ihm ein und trägt meistens eher wenig. Ein toller Film; das Regenbogenkino zeigt ihn ab heute noch dreimal.


22. Februar 2012

DAS OBERHAUSENER GEFÜHL



AB JETZT AUF creative.arte.tv/de und www.oberhausener-manifest.com

DAS OBERHAUSENER GEFÜHL
(EINE DEPRESSENTATION IN ZEHN FOLGEN)

Produziert im Rahmen von "50 Jahre Oberhausener Manifest", Herbstwinter 11/12 in Oberhausen und Berlin. Vom 21.02. bis 24.04.2012 erscheint jeden Dienstag eine neue Folge auf der Website zum Fünfzigsten des Oberhausener Manifests und auf dem Channel der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen bei arte creative.

Ein Projekt von Max Linz im Auftrag von Internationale Kurzfilmtage Oberhausen. In Zusammenarbeit mit Theater Oberhausen, Arte Creative, Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin

Mit: Sarah Ralfs, Justus Esslin, Friedrich Liechtenstein, Andrej Mircev, Karin Kettling, Herbert Fritsch, Manja Kuhl, Elisabeth Kopp, Franz Friedrich, René Schappach, Hans-Harald Jahnke, Max Linz und Margit Czenki
Kamera: Bruno Derksen / Licht: Matilda Mester / Ton: Nicolas Mayer, Jan Bachmann / Musik: Nikpatrick Flynn / Kostüm: Pola Kardum / Regie und Produktion: Max Linz

Koordination: Alexandra Hesse (Internationale Kurzfilmtage Oberhausen), Hannah Schwegler (Theater Oberhausen), Myriam Eichler (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin) Koordination Postproduktion: Barbara Pilling

Folge 1: Die Befreiten

28. April 2009

Derniere chance: "Pierre und die anderen"

Aus irgendwelchen Gründen wird hier gerade nicht mehr auf Kinovorführungen hingewiesen, aber macht das was, wenn das Kino im Theater agressiver, aktueller und intellektueller reflektiert wird, als im Kino? Eine Empfehlung für eine Inszenierung in den Sophiensälen: PIERRE UND DIE ANDEREN von Christine Groß und Ute Schall, bekannt aus dem Pollesch-System. Die Aufführung rollt los von Fassbinder und der Nouvelle Vague (Rivettes OUT 1), hinweg in eine verblödete audiovisuelle bundesrepublikanische Gegenwart. Die Schauspielerin Gloria gerät ihrer wirtschaftlichen Misere wegen ins von einer Filmemacherin als Cinéma Vérité missverstandene Reality-TV. Nur das Action-Theater kann sie retten. Bleibt die Frage: Wo ist zwischen Theaterbühne und Fernseh-Trash eigentlich das Kino abgeblieben?

Sophiensäle, Mittwoch den 29.04., 21 Uhr zum letzten Mal.

3. Februar 2009

Neue DVDs

Am Freitag erscheint Heinz Emigholz' Architektenportrait Loos Ornamental bei Filmgalerie 451, dem wahrscheinlich wichtigsten Label für deutschsprachiges Kino. Der Film lief letztes Jahr im Forum und hat mir, auch wenn die Architektur wenige interessant ist als im Fall von Schindlers Häuser, durchaus gefallen. Auf der Berlinale ist, nebenbei bemerkt, ein neuer Emigholz zu sehen: Sense of Architecture, 168 Minuten Laufzeit. Hier ein etwas älterer, ausführlicher Text von Stefan Ripplinger zu Emigholz. Ebenfalls bei der Filmgalerie erscheint Michael Kliers Überall ist es besser, wo wir nicht sind.

Stuart Gordons Stuck dürfte ein kleiner, fießer Thriller sein und ich kann mir vorsetllen, dass er jede Menge Spaß macht. Am Donnerstag erscheint er zunächst im Verleih, ab 19. ist er im Verkauf erhältlich. Ein Kuriosum Stuck schon alleine deshalb dar, weil er als die erste Produktion der legendären britischen Horrorschmiede Amicus (seinerzeit der wichtigste Konkurrent der Hammer-Studios) seit fast 30 Jahren figuriert. Hier der Trailer:


Wer ganz dringend ganz viel kulturelles Kapital benötigt, der kommt daran nicht vorbei: Filmverlag der Autoren Edition. Eine 50-teilige DVD-Sammlung ist das und mit der macht sich, das müssen auch Leute wie ich, die den deutschen Autorenfilm lange Zeit weiträumig umfahren haben (inzwischen bin ich da etwas aufgeschlossener, von den 50 Filmen kenne ich aber trotzdem gerade einmal, ich traue es mich kaum zu sagen, jämmerliche sechs), das Label Arthaus außerordentlich verdient um die deutsche Filmgeschichte. Immerhin 22 der 50 Filme erscheinen erstmals auf DVD. Der Preis ist dementsprechend nicht von schlechten Eltern: zZ 373,99 Euro bei Amazon.